„Dann geht doch zur Fremdenlegion“: AKK verhöhnt und verspottet die eigenen Soldaten

So sehen heute deutsche Verteidigungsminister aus - und sie reden auch so (Foto:Imago/FutureImage)

Als Motivationstrainerin wäre diese Verteidigungsministerin vermutlich ein noch schlimmerer Totalausfall denn als Spitzenpolitikerin: Was Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) auf die Beschwerden mehrerer Elitesoldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) entgegnete, sie fühlten sich für ihren Einsatz zu wenig gewürdigt, ist an plumpem Zynismus nicht mehr zu toppen.

Auf die Kritik von KSK’lern, die stellvertretend für die Mehrzahl der Truppe ihren Unmut über zu geringe Verwendung und fortgesetzte Pauschalverdächtigungen gegen die Einheit äußerten (zuletzt wieder einmal die Rechtsextremismus-Vorwürfe, welche AKK zum Anlass für eine Teilauflösung der KSK genommen hatte), reagierte die Ministerin patzig und mit einer unverhohlenen Warnung: „Wenn Einzelne sich beschweren, es gäbe zu wenig Einsätze, sage ich: Das muss man aushalten“, so die CDU-Noch-Bundesvorsitzende gegenüber „Zeit-Online„. Wer damit ein Problem habe, der solle doch „zur Fremdenlegion gehen“.

Damit nicht genug: In der Bundeswehr habe derjenige „dann nichts verloren“, denn dort sei das Bild des Soldaten als „Staatsbürger in Uniform“ wichtiger denn je. Man wolle Soldaten, die kritisch mitdenken. „Kritisch“ heißt in diesem Fall: angepaßt-stromlinienförmig auf strammem Regierungs- und Linkskurs. Es zeugt von einer schier unfassbaren Einstellung der Oberbefehlshaberin in Friedenszeiten über die Streitkräfte, was AKK hier vom Stapel lässt. Die Elitesoldaten, die zu Recht mangelnde Anerkennung beklagen, werden sich nach dieser Einlassung ihrer obersten Vorgesetzten einmal mehr wie im falschen Film vorkommen.

Totalausfall als Verteidigungsministerin

Doch die hat noch mehr auf Lager: „Im Zweifel müssen sie, wenn etwas fürchterlich schiefläuft, die Haltung haben: Bis hierher und keinen Schritt weiter.“ Zum Pauschalvorwurf rechtsextremer Tendenzen behauptete AKK: „Einen Generalverdacht gibt es nicht. Die Haltung der absoluten Mehrheit unserer Soldatinnen und Soldaten stimmt.“ Wenn dies so ist, wieso müssen dann ganze Einheiten mit tadellosem Leumund für die Verfehlungen (oder als solche interpretierte Ausfälle) einzelner büßen, indem sie zum Opfer von Umschichtungen und Auflösungen werden?

Hierzu hatte AKK dann auch noch etwas beizusteuern: Für die beschlossene Auflösung der zweiten Kompanie des KSK würden im August „Einzelgespräche mit allen geführt, um zu klären, wer bleiben kann – und wer das KSK verlassen muss“, so die CDU-Politikerin laut „dts Nachrichtenagentur“. Klar sei jedoch: „Wenn jetzt noch neue Vorgänge kommen, wenn jetzt noch irgendetwas passiert, dann wird deutlich: Das KSK hat nicht verstanden, dass es selbst in der Hand hat, ob es erhalten bleibt und ein besseres wird.“ Es ist eine weitere Drohung an die Soldaten, dazu angetan, Moral und individuelle Wehrbereitschaft noch weiter absinken zu lassen: Loyal und auf Linkskurs bleiben, dann geschieht euch nichts. (DM)