Bezirksregierung Berlin Kreuzberg: „Antifa ist Liebe“

„Antifa ist Liebe“, das verkündet das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg offiziell und in ihrem Werbevideo zur Verleihung des Silvio-Meier-Preises. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Seit einer Polizei-Razzia in der vergangenen Woche kommt die von Linksextremisten beherrschte Rigaer Straße wieder einmal nicht aus den Schlagzeilen. Autos brennen und vor drei Tagen wurden zwei Mitarbeiter eines Hausbesitzers „liebevoll“ verprügelt.

Hunderte Polizisten waren am Donnerstag vergangener Woche nötig, um eine Hausdurchsuchung in der Linken-Hochburg Rigaer Straße 94 im Berliner Bezirk Friedrichshain durchzuführen. Wegen Urkundenfälschung und Verdachts auf schwere Körperverletzung wurden mehrere Personen überprüft und Wohnungen durchsucht. Der „friedliche“ Gegenprostest blieb nicht aus. Seitdem wurden 19 Autos zerstört, täglich komme es zu „Demonstrationen“ und Ausschreitungen, berichtet die BZ.

Ende Juni hatten die vor „Liebe strotzenden“ Antifa-Kämpfer einen großflächigen nächtlichen Stromausfall in der Rigaer Straße, Liebigstraße und Zellestraße verursacht, den sie nutzten, um Häuserwände zu „verschönern“ und Barrikaden zu bauen, die sie anzündeten. „Kapituliert die Polizei vor der Gewalt?“ fragt sich mittlerweile nicht nur die Hauptstadtpresse.

Doch der Bezirk Friedrichshain Kreuzberg, regiert von der maskulin anmutenden Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Bündnis 90/ Die Grünen), steht offenbar geschlossen hinter ihren „zärtlichen“ Straßenkämpfern.

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In einem Video zur Verleihung des Silvio Meier Preises, der in diesem Jahr an das Obdachlosen-Theaterprojekt „Ratten 07“ und den für „alle Frauen, Lesben, Trans- und Inter-Personen“ offenen Fußball-Verein „DFC Kreuzberg“ geht, wird in Großaufnahme ein Aufkleber an einem Laternenpfahl ins Bild gerückt, der samt Häschen darüber aufklärt, daß „Antifa Liebe“ und der Bezirk „Kein Ort für Neonazis“ sei. Nicht fehlen darf in dem schlecht gemachten Bezirks-Werbefilmchen natürlich auch nicht das Silvio-Meier-Straßenschild.

Monika Herrmanns Kollegin Clara Herrmann, grüne Bezirksstadträtin für Finanzen, Umwelt, Kultur und Weiterbildung verkündet allen Ernstes und mit stockender Stimme in ihm: „Mit der Verleihung des Silvio-Meier-Preises bezieht der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg klare Stellung gegen Position gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus…Wir sind nicht alleine“, fügt sie noch hinzu.

Auf die Frage der BZ, weshalb in dem Video-Machwerk das Antifa-Plakat gezeigt wird, antwortet die Sprecherin des Bezirksamt Sarah Lühmann selbstbewusst, es würde „thematisch zum Silvio-Meier-Preis passen“. Nicht nur in Bezirkspolitiker-Kreisen steht man mittlerweile offen und über jeden Zweifel erhaben zu gewaltbereiten Antifa-Straßenkämpfern: „Für uns war es immer selbstverständlich, uns als Teil der Antifa zu empfinden“, erklärte vor wenigen Tagen die SPD-Politikerin Saskia Esken in einem Welt-Interview und bestätigte damit ihren umstrittenen Twitter Beitrag, in dem sie sich als Teil der Antifa sieht. (MS)

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