Linker Hass gegen Boris Palmer

Auf dem Sprung nach rechts? (Foto: Imago)

Boris Palmer, der „Sarrazin der Grünen“, der Schandfleck auf dem grünen Gellschaftsumformerkittel, schlägt sich auf die Seite der militanten Corona-Masken-Fans. Nachdem Palmer sich auf Facebook über jugendliche „People of Colour“ – also jugendliche, migrantische Farbige – die keine „Corona-Maske“ im Zug getragen hatten und der „Partyszene“ angehören – via Text und Bild echauffierte, hagelte es Hassposts. Palmers Erklärung, warum er nun diesen Post samt zugehörigem Bild gelöscht hat, gibt einmal mehr den Blick auf die  kaputt-migrierte deutschen Zustände frei.

Er habe sein Bild aus dem Zug wegen der nicht beherrschbaren Flut von Kommentaren von Netz genommen und nicht etwa wegen des geposteten Bildes und seines Textes, schreibt Palmer am Sonntag auf Facebook.

Hier sein  Kommentar zu den Kommentaren, ganz ohne Bild:

„1) Ich habe in diesem Zug eine andere Gruppe Jugendlicher auf die Maskenpflicht angesprochen. Anstatt die Maske aufzusetzen, sind sie zwei Plätze weiter gegangen und haben sich lustig gemacht. Für meine Begriffe sind nicht die Leute das Problem, die hinsehen, sondern die Leute, die wegsehen (@Blockwart und Denunziant).
2) Im Zug hatte ein Drittel der Leute keine Maske auf. Alle waren jugendlich und People of Colour. Der Akzeptanzverlust der Regeln greift dort erkennbar besonders schnell um sich. Diese Analogie zu Stuttgart finde ich bemerkenswert. Die Fahrt dauerte 20 Minuten. Die Maske wurde nie aufgesetzt. Es gab mit Sicherheit keine medizinischen Gründe dafür. Um 23h war die Gruppe (deutlich mehr als die zwei auf dem Bild) dann mit lauter Musik auf der Platanenallee.
3) Das Foto war nach den Regeln unkenntlich gemacht. Eine Person schaut zur Seite, so dass die Augenpartie nicht sichtbar ist. Die andere war in der Augenpartie gestrichen. Um zu zeigen, dass die Maske fehlt, kann man das Gesicht nicht ausblenden. Das schliesst nicht aus, dass Freunde die Personen erkennen. Aber das ist bei einem Foto nicht zu verhindern. Es geht um Fremde. Und das ist gewährleistet. Mit anderer Kleidung kann morgen niemand die Personen erkennen, der sie nicht schon kennt. Die Vehemenz, mit der immer wieder das Recht eingefordert, im öffentlichen Raum offensiv das Recht zu brechen, ohne dass dies in einem Bild gezeigt werden darf, ist für mich eine klassische Umkehrung der Prioritäten. Am Anfang sollte doch wohl die Forderung stehen, keinen Anlass für solche Debatten zu geben, also einfach die Maske aufzusetzen. Da wäre man dann ja von selbst kaum noch zu erkennen.
4) Die Kommentare, die sich über die beiden Mädchen als Menschen entwürdigend geäußert haben, waren der Hauptgrund, den ganzen Strang zu löschen. Mein Text bezog sich auf auf ein Verhalten, nicht auf Unterstellungen gegenüber dem Wesen der Personen oder gar deren Äußerem. All das geht gar nicht und ließ nur die Löschung zu.
5) Das eigentliche Thema bleibt relevant. Ich möchte öffentliche Verkehrsmittel wieder benutzen können, und das geht nicht, wenn ich entweder einen Streit mit zehn Jugendlichen oder eine Corona-Infektion riskieren muss. So geht das nicht weiter. Im TüBus haben wir genau dieselben Konflikte mit dieser Partyszene und sie werden rasch schärfer.
Schon heute morgen haben mich zwei Beschwerden über jeweils rund 20 Personen aus dieser Szene erreicht, die am Bahnhof und am Österberg massiv über die Stränge geschlagen und Busfahrer bedroht haben. Hier müssen die Sicherheitskräfte Ordnung schaffen. Der Hinweis, ich hätte ja den Betreiber anrufen können, ist einigermaßen weltfremd. Ich hätte allenfalls aussteigen und eine Stunde auf den nächsten Zug warten können. Der dann wieder so ausgesehen hätte. Die Polizei kommt wegen sowas sicher nicht zum Bahnhof. Und Kontrolleure trauen sich in diese Gemengelagen schon aus Eigenschutz kaum noch rein.
Schönen Sonntag.“