Verfassungsschutzbericht 2019: Der Blick ins Detail korrigiert das Zerrbild der Medien

Peter Weber im Gespräch mit Rainer Thesen zum Verfassungsschutzbericht 2019

Er ist wieder da. 388 Seiten geballte Information für 83 Millionen Bürger. Niemand mehr ist im Unklaren darüber, wer die verfassungsmäßige Ordnung, mehr noch: wer Leib und Leben der Bürger aus politischen Gründen bedroht. Wirklich? Natürlich lesen von den 83 Millionen Bürgern mit Ausnahme der hierzu beruflich Verpflichteten vielleicht 83 oder 830 Leute diese staubtrocken formulierte bürokratische Buchstaben- und Zahlenwüste. Der Rest muss das auch nicht, denn der Innenminister und sein Verfassungsschutzpräsident haben ja die wesentlichen Fakten der Öffentlichkeit in den üblichen eineinhalb Minuten-Beiträgen der Nachrichtensendungen vorgestellt. Mehr muß man nicht wissen. Wenn doch, dann haben die Tageszeitungen und die politischen Magazine der öffentlich-rechtlichen Sender die nötige „Aufklärung“ geleistet.

Die Süddeutsche Zeitung informiert ihre Leser: „Kriminalität von rechts ist viel gefährlicher als von links“, und macht auch klar, daß es dazu nicht unbedingt des Einsatzes von Waffen bedarf, denn sie ist „digital, radikal, brutal.“ Das ZDF läßt den Verfassungsschutzpräsidenten zu Wort kommen und fasst zusammen: „Mehr Rechtsextremisten, mehr Gewaltbereitschaft – Verfassungsschutz-Präsident Haldenwang spricht im ZDF von „alarmierenden Zahlen“. Und der Bayerische Rundfunk weiß: „Die Zahl rechts- und linksextremistischer Straftaten ist in Deutschland deutlich gestiegen.“

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(Quelle)