Welche Überraschung: Berlins Linke sträuben sich gegen Mahnmal für Opfer des Kommunismus

Kultursenator Klaus Lederer (Foto:Imago/Ditsch)

In Berlin verschleppt und verzögert der rot-rot-grüne Senat vorsätzlich die Errichtung eines Denkmals für die Opfer der Gewaltherrschaft des Kommunismus – obwohl der Bundestag dessen Errichtung Mitte Dezember 2019 beschlossen hat. Die zuständige Kultur-Bundesbeauftragte Monika Grütters (CDU) legte trotz eindeutigem Auftrag noch immer kein Konzept vor – weil der linke Kultursenator das Projekt sabotiert.

Eigentlich hätte Grütters im ersten Quartal ein detailliertes Konzept für das Projekt vorlegen sollen. Doch der Berliner Senat, schreibt „B.Z.„-Kolumnist Gunnar Schupelius verärgert, zeigt sich bislang nicht interessiert. Denn Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hat „wenig Interesse an einem Mahnmal, das die Verbrechen der SED beleuchtet, also ihrer eigenen dunklen Vergangenheit“. Und Linken-Abgeordnete Simone Barrientos tritt quasi als Zeugin der Verteidigung auf: Als ehemalige DDR-Bürgerin will sie „nicht als Opfer einer kommunistischen Gewaltherrschaft betrachtet werden“.

Wäre dieses Argument je von unverbesserlichen SS-Veteranen oder Altnazis vorgebracht worden, um NS-Mahnmale zu verhindern, hätte es einen berechtigten Aufschrei gegeben. Doch den SED-Erben der Linken ist anscheinend nichts heilig. Dass sie den wahren Opfern des realsozialistischen Unrechtssystems damit ins Gesicht spucken, nehmen sie zynisch in Kauf.

Linke Logik: Verbrechern wie Lenin huldigen – und die Opfer verhöhnen 

Wenn es darum geht, das Andenken an Geistesgrößen, Nationaldichter, Komponisten und historische Staatsmänner zu schänden, sie als „Rassisten“ zu brandmarken und ihre Denkmäler zu schleifen, sind Deutschlands Linke immer schnell mit von der Partie. Sie haben auch keine Probleme, im Schnellverfahren Mahnmale für türkische „NSU“-Opfer, für Opfer von „Hass und Fremdenfeindlichkeit“, für Karl Marx oder gar Lenin zu hegen oder neu zu errichten.

Doch wenn es um Gedenkstätten und Memorabilia für das Unrecht des eigenen Lagers geht, das speziell die Linke (sowohl als Partei als auch als politisches Großlager) hierzulande bis heute nicht aufbereitet hat, sperren sie sich und sind blind für Selbstreflexion. Man muss nur an den Umgang der Linkspartei mit der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen denken oder an die fortgesetzte Verhöhnung von Maueropfern, um zu erkennen, dass der Ungeist, an den durch die Gedenkstätte erinnert werden soll, nach wie vor quicklebendig ist – und in den Köpfen regierender Politiker einen festen Platz hat. (DM)