Hat Steinmeier schon dem Iran gratuliert? Ehepaar wegen Instagram-Fotos zu 16 Jahren Knast verurteilt

Ahmad Moin Shirazi und Shabnam Shahrokh (Bild: Instagram)

In der islamischen Republik Iran – regiert von einem Mullahregime, dem der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gern und immer wieder Glückwünsche zum Nationalfeiertag übermittelt – wurde ein Paar zu insgesamt 16 Jahren Gefängnisstrafe verurteilt. Sie hatten Familienfotos im Internet geteilt. Die Ehefrau erwarten zudem noch 74 Peitschenhiebe, weil sie ohne islamischem Kopfputz zu sehen war.

Der ehemalige iranische Kickboxer und Unternehmer, der Deutsch-Iraner Ahmad Moin-Shizari und seine Ehefrau Shabnam haben das getan, was für Menschen, die nicht unter der Knute des Islams leben müssen, völlig normal ist: Sie haben Familienfotos im Internet gepostet. Die Ehefrau verzichtete bei den Aufnahmen auf den korangerechten Kopfputz und zeigte sich ohne frauenverachtende Kopfbedeckung. Daraufhin brach die muslimische Hölle über die Familie herein.

Das Paar hatte bemerkt, daß es immer mehr unter Beobachtung stand. Wie der Middle East Monitor, aber auch das Iranjournal berichtete, wurden beide Elternteile vom iranischen Geheimdienst zu mehrstündigen Verhören einberufen. Die islamischen Menschenschinder machten den beiden klar, dass sie aufhören sollten, Fotos ihrer Familie im Internet zu verbreiten. Denn das Leben, dass diese auf den Bilder propagierten, entspreche nicht den iranischen Grundsätzen. Vielmehr würden diese darauf sogar kritisiert – schließlich trüge die Mutter nicht einmal ein Kopftuch.

Deshalb entschloss sich die Famile im September 2019 aus dem Iran zu flüchten. In einem Instagram-Post teilte Moin-Shizari mit, dass er sich gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in die Türkei abgesetzt habe. Dort würden sie ein neues Leben beginnen.

Anfang Mai wurde das Paar in ihrer Abwesenheit vom Teheraner Revolutionsgericht zu insgesamt 16 Jahren Gefängnisstrafe und drei Monaten Zwangsarbeit verurteilt – neun Jahre für Moin-Shizari, weitere sieben für seine Frau. Hinzu kommen 74 Peitschenhiebe. Die beiden hätten mit der Veröffentlichung der Fotos Propaganda gegen das Regime betrieben. Zudem haben sie sich der Veröffentlichung von obszönen und vulgären Inhalten, Verletzung des öffentlichen Anstands und Verbreitung von Verderbnis und Prostitution schuldig gemacht. Der Anwalt der Familie soll bereits Widerspruch eingelegt haben.

Im Internet wird der Fall des semi-prominenten Paars bereits ausführlich kommentiert: