1: 0 für den 1.FC Köln? lsamkritikerin Mina Ahadi erhält neue Welle von Morddrohungen

Mina Ahadi (Pressefotos Lizenzangabe: © Florian Chefai (CC BY-ND 3.0 DE))

Für Mina Ahadi, Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime und bekannte Islamkritikerin, hat sich die Gefahrenlage im letzten Monat wieder aktut erhöht. Darunter: neun telefonische Morddrohungen. Ob das den 1. FC Köln mit seiner Trikot-Werbung für Erdogans islamische Diktatur irgendwie stört?

Mit Morddrohungen und Terror versuchen Gruppen, die Andersdenkenden und Kritiker- darunter auch die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime und bekannte Islamkritikern Mina Ahadi – in Deutschland zum Schweigen zu bringen. Ahadi ist aufgrund ihrer Tätigkeit als Menschenrechtlerin und als Dissidentin dem iranischen Regime und Muslimen ein Dorn im Auge.

Ahadi setzt sich seit 41 Jahren gegen das islamische Regime im Iran ein. Dazu gehört ihr Engagement gegen den Kopftuchzwang, gegen Steinigung und gegen die Todesstrafe. Genau aus diesen Gründen wurde sie im Iran in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Seit 1990 betreibt sie ihre Arbeit für Menschen- und Frauenrechte aus dem Ausland jedoch weiter und hat es mit Hilfe von Millionen Menschen weltweit geschafft, eine erfolgreiche Kampagne zu organisieren, durch deren Druck der Steinigung im Iran ein Ende gesetzt wurde. Außerdem gelang es zusätzlich, mehrere zum Tode Verurteilte durch den öffentlichen Druck vor ihrer Hinrichtung zu retten, heißt es auf der Internetseite der Ex-Muslime.

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Dass eine Frau sich so laut und mutig gegen den politischen Islam auf allen Ebenen stellt, ist für reaktionäre und frauenfeindliche Organisationen und Regierungen, aber auch für den Muslim um die Ecke nur schwer zu ertragen. Mina Ahadi wird so immer wieder zum Ziel von Einschüchterungsversuchen, bis hin zu Mordandrohungen.

Ein richtiges Signal der Bundesregierung wäre es daher, Menschenrechtler besonders auch im eigenen Land besser zu schützen, damit sie ihrer wichtigen Arbeit ohne Einschränkungen und der ständigen Angst um Leib und Leben, nachgehen können, so die Ex-Muslime weiter.

In Anbetracht dieser Gefährdungslage ist das aktuelle Islam-Appeasment des 1.FC-Köln ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich gegen Islamdiktaturen aussprechen. Der 1. FC Köln findet indes nichts dabei, auf seinen neuen Trikots die deutsche DITIB-Zentralmoschee abzubilden und verkauft dies seinen Fans als „Multi-Kulti-Toleranz“. Die abgebildete Moschee ist indes nicht irgendeine Wald-und-Wiesen-Moschee. Sie ist auch nicht irgendeine DITIB-Moschee. Sie ist die Zentrale aller deutschen DITIB-Moscheen, die von dem türkischen „Präsidium für Religionsangelegenheiten“ (Diaynet), das direkt dem türkischen Islamdespoten Erdogan untersteht, gegründet wurde. (SB)