Thüringens SPD-Landesvorsitzender Tiefensee dreht frei: SPD und AfD geht gar nicht!

Wolfgang Tiefensee (SPD) (Bild: Pressebild Wirtschaftsministerium Thüringen)

Thüringens SPD-Landesvorsitzender Wolfgang Tiefensee ist – nachdem er von der örtlichen Antifa informiert wurde – geschockt und distanziert sich maximal von seinen Genossen aus der SPD-Stadtratsfraktion Hildburghausen. Diese hatten mit der dortigen AfD-Fraktion gemeinsam eine Erklärung samt Kritik am Linken-Bürgermeister Tilo Kummer veröffentlicht. Tiefensee macht klar: Sachpolitik geht mit der AfD gar nicht!

Im Thüringischen Hildburghausen erheben vier Fraktionen aus dem Stadtrat schwere Vorwürfe gegen den neuen Bürgermeister Tilo Kummer (Linke). Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung von SPD, AfD, Pro Hildburghausen und Feuerwehr soll Kummer dem Stadtrat Informationen vorenthalten und bewusst falsch informiert haben. Dabei geht es um die umstrittene Sanierung des Freibades sowie den geplanten Neubau einer Kinderkrippe. Kummer soll über die Verhandlungen mit dem Land über Fördergelder für das Schwimmbad sowie über Verträge mit dem Bauherren des Kindergartens falsch informiert haben, berichtet hierzu der MDR.

Darüber, dass die SPD Sachpolitik zusammen mit AfD – und das auch noch gegen die Genossen von der Mauermörderpartei und SED-Nachfolger macht – das versetzte Thüringens SPD-Chef Wolfgang Tiefensee am Sonnstag – alarmiert von den Fußtruppen der Antifa – geradezu in Alarmbereitschaft. Emsig twitterte der aufgeschreckte Genosse: „Es bleibe dabei, das politische Anliegen ohne die AfD durchgesetzt werden müssten, schrieb er bei Twitter. „Selbst wenn es quer durch den Stadtrat massive Kritik am Vorgehen des Bürgermeisters gibt, es hätte andere Möglichkeiten gegeben, den eigenen Standpunkt klarzumachen – ohne die AfD.“ Eine Zusammenarbeit mit den „Demokratieverächtern“ schließe sich aus.

Die Thüringer AfD reagierte bei Twitter ebenfalls mit Kritik: Die SPD verweigere „jegliche politische Sacharbeit“, hieß es mit Verweis auf die „Taktgeber“:

Im Kommentarbereich des öffentlich-rechtlichen MDR zeigt sich, dass die Bürger mit dem hysterischen Geschreie der SPD-Funktionäre nur mehr wenig anfangen können:

„Auch wenn es Herrn Tiefensee nicht gefällt, aber die Stadträte sind von den Bürgern frei gewählt worden, und sind dadurch verpflichtet Politik im Sinne der Bürger zu machen und nicht um irgendwelche Animositäten oder Antipathien von Parteivorsitzenden zu bedienen. Da fragt sich wer hier der wirkliche „Demokratieverächter“ ist. Im übrigen sind Zusammenarbeit zwischen AfD und anderen Fraktionen auf kommunaler Ebene durchaus üblich.“

„Werter Minister Tiefensee, 
ich kann Ihre Position die Sie schon wieder mal auf Twitter verkünden durchaus nachvollziehen. Dennoch möchte ich aber zur Sachlichkeit auffordern.
Hier geht es um die kommunale Ebene, auf der über die „Themen Schwimmbad und Kindergartenneubau“ zu befinden ist. Warum sollen bei der Befindung über diese Themen Thüringer Bürgerinnen und Bürger nicht beteiligt werden?“

„Wenn die AfD sagt, dass die Erde rund ist und sich um die Sonne dreht – muss dann das geozentrische Weltbild wieder eingeführt werden?“

„Was bitte ist ein Demokratieverächter?
Die AFD jedenfalls nicht, Postengeschachere siehe aktuell Berlin bei der SPD hat Tradition nix mit Demokratischen Mitteln.
Und wie die SPD mit ihren Vorsitzenden in der Vergangenheit umgegangen ist zeugt auch nicht von hoher Moral die sie aber von anderen Parteien einfordert.
Die AFD wurde gewählt und hat ein Recht die Bürger im Stadtrat zu repräsentieren.
Wenn die SPD damit ein Problem hat muss sie sich eben ihre Wähler suchen!“