Erster Landeschef gibt „Größenspahn“ was auf die Mütze

Foto: Bodo Ramelow (über dts Nachrichtenagentur)

Jetzt endlich regt sich Widerstand gegen den größenwahnsinnig gewordenen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, auch wenn die Kritik noch etwas leise ist und zu sanft daherkommt:

Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) wirft Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, in der Coronakrise Panik zu schüren. „Wir sollten nicht schon wieder mit der Angst operieren. Das hilft wirklich nicht weiter, ist meiner Meinung nach sogar gefährlich“, sagte der Linken-Politiker dem „Spiegel“.

Und weiter: „Dass jetzt mal eben überall der Karneval abgesagt werden soll, finde ich völlig falsch.“ Er wolle für Thüringen Wege suchen, damit Karneval möglich sei. „Mit den Karnevalisten zusammen müssen wir doch eine Strategie finden, die das Feiern erlaubt, und nicht aus Angst vor der Apokalypse von vornherein alles abblasen.“

Ramelow warnte die Bundesregierung davor, angesichts steigender Infektionszahlen wieder daran zu denken, das gesamte Land herunterzufahren. „Einen Lockdown wie im März halte ich für ausgeschlossen und auch nicht für zulässig“, sagte der Ministerpräsident. Wenn es etwas bundesweit einheitlich zu regeln gelte, dann sei es die Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes.

„Wenn wir eine gemeinsame Hygienekontrolle hinkriegen, dann können wir das gern gemeinsam beschließen. Aber nur, weil irgendjemand nervös wird, müssen wir ja nicht alle in den Alarmmodus gehen“, so Ramelow.

Dass Corona nur noch ein harmloser Sommerschnupfen ist, traut sich Ramelow natürlich auch nicht zu sagen, nicht, dass ihm vielleicht noch ein Hundertjähriger unter den Händen wegstirbt. (Mit Material von dts)