Auch NRW-Ministerpräsident sieht Karneval 2021 kritisch

Foto: Armin Laschet (über dts Nachrichtenagentur)

BerlinDie politischen Pandemie-Profiteure planen wahrlich auf weite Sicht. Ob sie mehr wissen als der „Normalbürger“ oder ob sie sich einfach in dieser neuen Normalität, die die Freiheitsrechte der Bürger einschränkt, ihnen aber noch mehr Machtbefugnisse verliehen hat, so wohl fühlen, ist unklar. Hauptsache aber, sie können sich als Spaßverderber beweisen:

Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet teilt die Skepsis des Bundesgesundheitsministers zu den kommenden Karnevalsveranstaltungen. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben) sagte Laschet: „Angesichts der aktuellen Infektionszahlen fällt es schwer, sich vorzustellen, dass wir den Karneval, so wie wir ihn kennen, feiern können.“ Es sei aber ein „großer Unterschied“, ob „wir über eine Party, eine Fernsehsitzung oder einen Straßenumzug sprechen. Daher werden wir das mit den Verantwortlichen besprechen und dann entscheiden“. Der Karnevalsauftakt am 11.11. könne aber „sicher nicht in der Form wie bisher üblich stattfinden.“ Zurückhaltung zeigte Laschet auch bei der Frage, wann Fans wieder in die großen Fußballstadien zurückkehren können.

Obwohl das Schutzkonzept der Deutschen Fußball-Liga „sehr verantwortungsvoll“ sei, seien Stadionbesuche angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens „derzeit aber schwierig“. Laschet mahnte eine „zeitnahe Absprache aller Ministerpräsidenten“ in dieser Frage an, „wobei man aktuell hier wenig Hoffnung auf große Veranstaltungen machen sollte.“

Wenig Hoffnung gibt es auch für die von den Pandemie-Profiteuren zerstörte Wirtschaft. Hier will man jetzt nach dem Motto: „Lieber ein Schrecken ohne Ende“, den Totalabsturz mit billigen Tricks hinauszögern. Am besten, möglichst bis die nächste Bundestagswahl gelaufen ist:

Auch Laschet hat sich deshalb jetzt für eine Verlängerung der Corona-bedingten Kurzarbeitregelung ausgesprochen. Laschet sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben) zu den Folgen von Corona: „Wir müssen zunächst alles tun, damit wir industrielle Strukturen erhalten. Was einmal weggebrochen ist, kommt so nicht wieder. Wir müssen die Chance, durch Kurzarbeit Menschen in Arbeit zu halten und Arbeitslosigkeit zu verhindern, nutzen.“ Dies helfe den Arbeitnehmern und entlaste die Arbeitgeber, damit der Betrieb die Krise überstehen könne. Laschet: „Diese Regelung müssen wir jetzt verlängern und ich wünsche mir, dass der Koalitionsausschuss das so beschließt.“

Immerhin kritisierte der NRW-Regierungschef die Forderungen aus der SPD nach einer Reichensteuer. Das Gegenteil sei richtig, sagte Laschet. „Die Leute und Betriebe, die unsere Wirtschaft am Laufen halten, verdienen Vertrauen, Schutz und Entlastung – und keine Steuer-Strafe“, so der Ministerpräsident.

Auch einer Vier-Tage-Woche oder einem bedingungslosen Grundeinkommen erteilte Laschet im Interview eine klare Absage. Die 4-Tage-Woche gefährde „die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen“. (Mit Material von dts)