Nächste RKI-Blendgranate: „Deutsche Urlauber“ sind vor allem zurückkehrende Balkan-Migranten

"Deutsche Reiserückkehrer" oder Migranten nach dem "Heimurlaub" (Symbolbild:Imago)

In welch unfassbarem Ausmaß die Normalbevölkerung hinsichtlich der Corona-Zahlen hinters Licht geführt wird, um die Panik weiterzuschüren, muss jedem ins Auge springen, der einen Blick auf die Länder wirft, aus denen die bösen „Urlauber“ – die derzeit ja als Hauptvektor der steigenden Infektionszahlen ausgemacht werden – zurückreisen. Erstaunlich: Ganz oben auf der Liste stehen überwiegend Staaten, die als typische Touristen-Destinationen kaum bis gar keine Rolle spielen…

Spitzenreiter ist der Kosovo mit 1755 Fällen – und wer kennt sie nicht, die deutschen Urlaubermassen in den urdeutschen Hotelburgen in Pristina oder Prizren… Doch auch andere Balkanstaaten wie Bulgarien mit 322, Bosnien und Herzegowina mit 297 und dahinter auch Rumänien, Mazedonien, Serbien und Montenegro lassen keine Zweifel zu, um wen es sich bei den nach Deutschland rückkehrenden „Urlaubern“ hier vor allem handelt: Vom Balkan stammende Familien auf Heimatbesuch nämlich.

Zwar rangieren im „Test-Ranking“ auch die Türkei mit 1134 Fällen sowie Kroatien mit 786 ganz oben in der Liste – doch auch hier, vor allem im Fall der Türkei (für die eine gerade erst gelockerte Reisewarnung als Risikogebiet bestand), dürften es in den seltensten Fällen wirklich deutsche Urlauber gewesen sein, die im Rahmen der Zwangstests an den Flughäfen „positiv“ abschnitten.

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Zerrbild deutscher Pauschal-Touries

Weil also Migranten, Asylbeweber und Angehörige von typischen Großfamilien in großer Zahl in ihre Heimatländer flogen, verbreiten deutsche Medien durch undifferenzierte Zahlen das Zerrbild vom rücksichtslosen deutschen Pauschaltouristen, der als Virenschleuder und Superspreader ins Land zurückkehrt. Dafür wurde durch willkürliche Erklärungen europäischer Urlaubsländer zu „Risikogebieten“ der EU-Zusammenhalt mutwillig beschädigt, dafür dürfen sich jetzt weite Teile Deutschlands über mögliche neue Lockdowns freuen. „Bild„, das an den entlarvenden Zahlen offenbar nichts finden konnte, betont beflissen, immerhin stamme die Mehrzahl der aktuell ermittelten Infektionsfälle – 9519 Fälle – ja von Deutschen aus dem Inland. Sowas aber auch!

Notwendig zur Klärung, um welche Art von Einreisenden es sich bei den vor allem infolge der Urlauberzwangstests gestiegenen Fallzahlen handelt, wäre zumindest eine Auskunft des federführenden Robert-Koch-Instituts (RKI) darüber, wie groß der Anteil der Tests von Reiserückkehrern an allen Tests war, und bei wem es eigentlich um Verwandtschaftsbesuche oder Geschäftsreisende ging. Diese Angabe wäre, schreibt auch das Springer-Blatt, eigentlich unverzichtbar, um beurteilen zu können, wie groß der Anteil der eingeschleppten Infektionen tatsächlich ist – etwa wenn sich herausstellen sollte, dass Rückkehrer im Schnitt häufiger getestet werden als der Rest der Bevölkerung. Doch wie üblich in dieser „Pandemie“ mit ihren volksverdummenden Zahlenspielen unterbleibt auch hier eine seriöse Aufklärung der Bevölkerung. (DM)