VEB KaDeWe und andere sozialistische Spinnereien: Berlins Linke fordern staatliche Kaufhäuser

Stramm auf DDR-Revival-Kurs: Berlins Ober-Linke Katina Schubert (Foto:Imago/Ditsch)

Berlin – Konzerne enteignen, Mieten deckeln, Reiche erschießen – und jetzt „volkseigene Warenhäuser“, wie es sie zuletzt im pleite gegangenen sozialistischen Arbeiter- und Bauernparadies DDR gab: Auf solche verirrten, geschichtsblinden Ideen können nur Linke kommen – und wer wäre da prädestinierter als ausgerechnet die Berliner Rechtsnachfolger der SED-Diktatur? Die roten Socken der Hauptstadt fordern genau dies: Die Gründung „landeseigener Kaufhäuser“.

Der neosozialistische Wahnsinnsvorstoß kam am Freitag von der Berliner Linken-Landesvorsitzenden Katina Schubert beim Landesparteitag im Neuköllner Hotel Estrel am Wochenende. Alternativ, wenn der R2G-Senat nicht selbst als Staatsbetreiber auftritt, könnten dies auch Genossenschaften tun. Damit ist die Realitätsverweigerung von planwirtschaftlichen Dirigisten ebenso eindrucksvoll bewiesen wie ihre Lernunfähigkeit 30 Jahre nach Scheitern des letzten sozialistischen Gesellschaftsexperiments auf deutschem Boden.

Anlass ist die beabsichtigte Schließung von vier Galeria-Karstadt-Filialen in Berlin, die durch eine Vereinbarung der Warenhauskette mit dem linksgrünen Senat gerettet werden sollen. Die Eigentümer-Gesellschaft, so Schubert laut „Berliner Kurier„, habe den Senat mit der Drohung von Arbeitsplatzverlusten „erpresst“, um Baupläne – unter anderem Hochhäuser – an den vorhandenen und verbleibenden Standorten Hermannplatz, am Kurfürstendamm und am Alex durchzusetzen.

Alles Gute kommt von oben

An diesen anderen Standorten drohten nun „Verdrängungsprozesse und eine Zerschlagung der Gewerbestruktur rund um diese Standorte“. Dies müsse verhindert – und die Vereinbarung gekippt werden. Zwar würden dann die vier besagten Filialen schließen – doch die linken Volksbeglücker haben die Patentlösung parat: Landeseigene (oder genossenschaftliche) Kaufhäuser sollen die Alternative sein. Alles Gute kommt von oben; nicht der Markt, nur der Staat kann und soll es richten. Das ist die Wahnwelt linker Reißbrettideologen, deren Auskommen (und damit Spinnereien) von den Steuern derer bezahlt werden, gegen die sich ihre Politik im Ergebnis richtet.

Der Staat als Unternehmer – das hat bekanntlich ja noch immer blendend funktioniert. Vor allem in Berlin, wo der rot-rot-grüne Senat in einem halben Jahrzehnt Deutschlands größte Stadt systematisch kaputtregiert, wahnwitzige gesellschaftspolitische Experimente auf Kosten der per Länderfinanzausgleich geschröpften Geber-Bundesländer durchführt und sich von Skandal zu Affäre, von Dilettantismus zu Misserfolg hangelt. (DM)

Das Angebot könnte sich dann allerdings sehen lassen: