Corona-Hexensabbat mit Karl Lauterbach: Feierverbote und Maske rund um die Uhr?

Karl Lauterbach (Foto:Imago/Reichwein)

So kennt man Deutschlands obsessivsten Corona-Obersheriff Karl Lauterbach: Ständig für neue Verbote und Restriktionen trommeln – auch wenn sich diese mit geringstem Zeitversatz diametral selbst widersprechen. Hauptsache Aktionismus und Fürchtemacherei als Selbstzweck! So ist es für „Panik-Karl“ überhaupt kein Widerspruch, zuerst den Aufenthalt im Freien als günstiger im Vergleich zum Verbleib in geschlossenen Räumen anzupreisen – und dann, wo die meisten Menschen diesem Rat folgen und (zumal im Hochsommer) draußen unterwegs sind, auch dort mit dem Verbotshammer zu kommen.

Mit dem kommunikativen Werkzeug seiner Wahl, dem Messengerdienst Twitter, würde Lauterbach wohl längst keiner mehr zuhören – sofern er nicht gerade wieder einmal von irgendwelchen ARD/ZDF-gebührenfinanzierten Talkmastern in steter Regelmäßigkeit als Studiogast eingeladen wird, um dort seine Unkenrufe abzusondern. Doch weil er dort unzensiert, unredigiert und vor allem unwidersprochen seine pathologische Virusphobie ausleben darf, hält der „Crazy Doc“ der SPD nicht hinterm Berg mit abstrusen Forderungen.

So will Lauterbach schön der Reihe nach vorgehen, die totalitäre Zwangsbeglückung der Bevölkerung drinnen und draußen mit der allgegenwärtigen Gessler-Maske durchzusetzen. Für ihn scheint eine Maskenpflicht während der Arbeit in Unternehmen bereits ausgemachte Sache zu sein – doch dort, wie auch im Schulunterricht, könne dies eigentlich „erst verlangt werden, wenn andere Möglichkeiten voll ausgeschöpft sind“.

Was er darunter versteht. Na logisch: Die Maske im Freien und in der Freizeit. „Weshalb sollen Kinder und Arbeitnehmer stundenlang Maske tragen, während rücksichtslose Feiern und Partys die Infektionszahlen erhöhen?“, fragt Lauterbach.

Maske drinnen und draußen, basta

Er meint es nicht etwa so, dass endlich auch in Schulen der Maskenwahn enden muss, weil ja schließlich auch draußen keine Maske trägt. Nein: Lauterbach will, dass alle, am besten überall, Maske tragen. Und wie sich die „rücksichtslos“ und ausgelassen Feiernden, nach Normalität lechzenden Menschen am sinnigsten einsperren und kujonieren lassen, weiß dieser Corona-Stalinist natürlich ganz genau: „Zuerst sollte die Teilnahme bei privaten Feiern auf 50 begrenzt werden, bundesweit. Spontane Feiern auf beliebten Plätzen sollten entweder verboten werden oder eine Maskenpflicht sollte dort eingeführt werden.“

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Dann, wenn das erreicht ist, zündet seine Stufe zwei – Maskenzwang am Arbeitsplatz und in den Klassenräumen. „Dort hilft Lüftung am besten“, weiß der Politiker. Natürlich, um die Virusausbreitung zu stoppen – und nicht etwa, um Beklemmungsgefühle, Atemnot unter durchgeschwitzten Stofflappen oder Abkühlung für die Schüler zu erreichen. „Da eine Impfung grosser Teile der Bevölkerung erst im Laufe 2021 zu erwarten ist, sollte die Möglichkeit geschaffen werden, dass im Abstand von 30 min in Klassen und Büros für 10 min gelüftet wird. Wo das nicht geht, sollten mobile Filteranlagen angeschafft werden“, klugscheißt Lauterbach – ein wahrlich grandioser Rat vor allem in Schulklassen, wo sich Fenster weder kippen noch öffnen lassen!

Dieser Horrorprophet ist inzwischen in einem geschlossenen geistigen Wahngebäude gefangen. Vor fünfhundert Jahren wäre Lauterbach top-prädestiniert für die Hexenverfolgung oder für Exorzismen nach dem Rituale Romanum gewesen: Die manische Verfolgung von Bedrohungen, die für umso realer gehalten werden, je weniger sie in Wahrheit existieren. (DM)