Marx meets Marx: Rote Socken unter sich

Foto: Collage

Es ist an Abartigkeit kaum mehr zu überbieten: Kardinal Reinhard Marx – Erzbischof von München und Freising – lässt sich während eines Aufenthaltes in Trier in der vergangenen Woche mit einem Grinsen mitten im Bischofsgesicht vor der riesenhaften Statue seines Namensvetters Karl Marx – spendiert vom chinesischen Kommunistenregime – ablichten. Denn: Erzbischof Marx schätzt den Vordenker für Millionen und Abermillionen Opfer des Kommunismus und seinen Spielarten als „großen Denker“.

Unter der Überschrift „Marx trifft Marx“ wird von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) auf Facebook nachfolgendes, nur noch als abartig zu bezeichnendes Bild veröffentlicht. Darauf zu sehen: 2 x Marx. Einmal Karl Marx, der geistige Vater einer menschenverachtenden Ideologie mit bislang mindestens 100 Millionen Opfern, selbst ein arbeitsfauler, frauenhassender Antisemit und Rassist. Zu dessen Füßen sitzend, mit einem Grisen im feisten Gesicht: Kardinal Reinhard Marx – Erzbischof von München und Freising, der seinen Namensvetter als großen Denker schätzt:

Marx trifft Marx (Bild: Screenshot Facebook Deutsche Bischofskonferenz)

Nachdem sich Unmut über die Kumpanei des Kardinals im Facebook-Kommentarbereich mehr als breit machte und die Frage vielfach gestellt wurde, ob es Kardinal Marx eigentlich klar ist, mit wem er sich da ablichten lässt, ob die Deutsche Bischofskonfernez, dessen Vorsitzender er ist, Fotos von Bischöfen mit Statuen von Rassisten in Ordung findet, versucht es der DBK mit einer mehr als peinlichen Erklärung, sowie Verlinkungen zu „Gedanken von Kardinal Reinhard Marx zu Karl Marx“.

Die nachfolgende Antwort lässt die Stimmung innerhalb der Gemeinde erkennen:

Macht Euch doch zu allem Überfluss nicht auch noch lächerlich. Waren Alfred Rosenberg u. A,Hitler auch große Denker od. einige andere, deren Gedanken Millionen u. Abermillionen Opfer gefordert haben? Während in diesem Land Mohrenstraßen, Mohrenapotheken umbenannt werden, während man Kant u.a. angreift, deren Verbrechen es war, nichts weiter als Menschen ihrer Zeit gewesen zu sein, lässt sich ein Kardinal, der ehemalige Leiter der dtsch. Bischofskonferenz, sichtlich vergnügt u. mit launigen Bemerkungen vor dem Denkmal eines Mannes ablichten, der erstens ein Rassist u. Antisemit war u. zweitens dessen Lehre Massenmördern das geistige Rüstzeug geliefert haben. Und da ich die Erfahrung gemacht haben, dass niemand so schnell zensiert u. löscht wie kirchliche Seiten, würde es mich nicht wundern, wenn das auch mit mir u. diesem Kommentar geschähe.

Das Bodenpersonal der katholichen Kirche – auch in Gestalt von Reinhard Marx – verkörpert wie sein Kumpel Karl Marx die dort herrschende Unmoral. Der Herr Kardinal zählt zu den Großverdienern unter den deutschen Bischöfen. Er kam bereits vor Jahren auf 11 500 Euro pro Monat (Stand: 2013). Seine Miete musste und muss er davon nicht zahlen. Die lässt er sich vom Freistaat Bayern, sprich dem Steuerzahler spendieren. Dem einflussreichen Oberhirten stellt der hart arbeitende Steuerbüttel das Erzbischöfliche Palais zur Verfügung. Marx bewohnt im Palais Holnstein eine Drei-Zimmer-Wohnung (90 qm). Das Rokokogebäude wurde für acht Millionen Euro generalsaniert. Den Löwenanteil zahlten ebenfalls die bayerischen Steuerzahler. Zudem kutschierte Marx in einem Dienstwagen der Oberklasse-Limousine BMW 730i, mit Chauffeur, in der Weltgeschichte herum. Also alles in allem ganz ähnlich, wie sein geschätzer Namensvetter, der arbeitscheue Schmarotzer Karl Marx.

Der britische Historiker Paul Johnson beschrieb den Kumpel des Herrn Kardinal mit den Worten: „Marxens ganzes Leben war eine Studie in emotionaler und finanzieller Ausbeutung – Ausbeutung seiner Frau, seiner Töchter, seiner Freunde. Wenn man das Leben von Marx studiert, kommt man zum Schluss, dass die Wurzel menschlichen Unglücks, und vor allem des durch Ausnützung verursachten Elends, weniger in der Ausbeutung von Kategorien oder Klassen liegt, sondern in der direkten persönlichen Ausnützung einzelner durch egoistische Individuen.“ (SB)