Die Verödung Deutschlands ist in vollem Gange

Der Traum aller Grünen: Endlich veröden die Städte (Foto: Von Mihai_Andritoiu/Shutterstock)

In inzwischen immer kürzeren Abständen berichtet hier und dort mal eine deutsche Tageszeitung über den deutschen Sonderweg unter Merkel und dessen gesellschaftliche Konsequenzen. Ein größer werdendes Problem ist dabei die Verödung deutscher Innenstädte, die dramatisch voranschreitet – jouwatch berichtete darüber.

Von Hans S. Mundi

Soeben erreicht der längst begonnene Niedergang des Landes einen neuen Höhepunkt, der Absturz wird sichtbar. Vor der eigenen Haustür kann man kaum noch an einem Problem vorbeisehen. So ergeht es offenbar auch den Redakteuren der FAZ, die nun schrieben: „Jetzt trifft es auch die Zeil – Auf Frankfurts Shoppingmeile stehen mehrere große Läden vor dem Aus. Veröden die Innenstädte bald überall?“ Tja, liebe FAZ-Redaktion, lest häufiger mal jouwatch, lesen bildet, und hier ganz besonders. Denn über ähnliche Tendenzen hatten wir hier bereits aus Hamburg, Berlin und Stuttgart berichtet, es geht also bundesweit den Metropolen an den Kragen.

Irgendwas stimmt hier nicht. In einem ganzseitigen Artikel werden all die Faktoren benannt, die man tatsächlich nicht ausschließlich der Politik anrechnen kann. Natürlich führt der prosperierende Online-Handel vermehrt dazu, dass die Konkurrenz für Einzelhändler immer größer wird. Natürlich hat der Corona-Lockdown wie ein Killer für das Geschäftsleben gewütet und natürlich gibt es einen Wandel bei Kaufverhalten und Zielgruppen. Dennoch ist hier auch etwas hausgemacht, was uns jetzt dramatisch begegnet. Schauplatz Frankfurt: „Die Zeil gehört zu Deutschlands beliebtesten Einkaufsadressen. Mehr als 130 Geschäfte auf insgesamt 150.000 Quadratmeter Verkaufsfläche locken an einem normalen Samstag bis zu 24.000 Passanten in der Stunde in die Fußgängerzone.

Die Mieten sind so hoch wie fast nirgends im Land…. in den Läden alles, was es auch in München, Stuttgart oder Hamburg gibt. Der Boom des Online-Handels und die hohen Immobilienpreise haben die Innenstädte noch austauschbarer als früher gemacht.“ Austauschbar. Zumindest ein Schlagwort wird mitgeliefert, welches auf erkennbare Unattraktivität für die Kundschaft verweist. Auch der Hinweis auf kaum noch

„inhabergeführte Geschäfte“ ist aufschlussreich. Frankfurt ist inzwischen die erste deutsche Metropole, die mehr Einwohner mit Migrationshintergrund hat als ortsansässige Ureinwohner. Frankfurt signifikant hohe Zahlen in den Bereichen Ladendiebstahl, Raub, Überfälle mit Gewalteinwirkung, Vandalismus, Banden- und Gruppenkriminalität. Der Besuch der Metropole ist nicht nur von daher unattraktiver geworden, sondern auch durch eine allerorten vollstreckte Verkehrspolitik, welche die meisten Menschen zunehmend abschreckt. Der Discounter auf der grünen Wiese, der Baumarkt mit Riesenparkplatz und all die sympathischen kleinen Läden am Stadtrand oder in benachbarten Orten locken. Wenn ich in der City der großen Städte erstmal Slalom im Schneckentempo wegen diverser Verkehrsberuhigungen fahren muss, um zu einem überfüllten Parkhaus zu gelangen, wo ich dann für 20 Euro parken kann, fahre ich doch lieber zu den Anbietern wo ich kostenfrei während des Einkaufs parken kann.

Der Inhaber einer Eisdiele in einer typisch deutschen Fußgängerzone gibt zu Protokoll, dass er nach Schließung seines Ladens noch Stunden sitzen muss, um für den plansozialistischen Kontrollstaat endlos lange Listen auszufüllen, über gezahlte Mindestlöhne, Arbeits- und Pausenzeiten. Weder die kleinen Betreiber solcher Läden noch die Kundschaft wollen sich all dieses noch antun. Sie bleiben weg oder eröffnen woanders als in der Zeil. Da in Deutschland Politik nicht vom einfachen Volk und kleinen Unternehmen und dem Mittelstand her gedacht wird sondern von ahnungslosen Berufspolitikern ersonnen und von oben herab gemacht wird, dürften sich diese Szenarien bald als unumkehrbar und folgenschwer erweisen. Deutschland verändert sein Gesicht. Es wird hässlich.

Für die Zeil bedeutet dieses übrigens einen anwachsenden Leerstand bei Läden, laut FAZ stehen inzwischen satte 29 Prozent der Verkaufsflächen zur Vermietung frei. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet nun bereits bundesweit mit weiteren 50.000 Geschäftsaufgaben und überall immer sichtbarer werdendem Leerstand, was wiederum optisches Gift für die Attraktivität der Standorte ist. Noch mehr Ödnis und Tristesse, fragen die besorgten Frankfurter Redakteure also im Blatt vom 16. August 2020. Die Grünen und ihre ökolinken Bataillone aber jubilieren, immer mehr autofreie Städte mit immer mehr Fahrradwegen und bei den linken Ökos bis hoch zum Kanzleramt wird grinsend geraunt, „die Menschen holen sich ihre Innenstädte zurück“. Der Letzte macht das Licht aus.