Islamisierung hurra: Berliner Lehrerin darf im Unterricht Kopftuch tragen

Symbolfoto: Von Zurijeta/Shutterstock

Erneut so ein verhängnisvolles Urteil, das die Herzen von Islamisten, Vertretern des politischen Islam und konservativen Muslimen im In- und Ausland höher schlagen lässt: Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt kippte das Kopftuchverbot für eine muslimische Lehrreferendarin im Unterricht. Die Frau hatte wegen „Diskriminierung“ geklagt – und erhält nun für ihren Triumph, künftig ein religiöses Symbol der Unterwerfung in einem weltanschaulich neutralen Umfeld wie einer staatlichen Schule stolz auftragen zu dürfen, sogar noch eine Entschädigung. Sawsan Chebli dürfte vor Freude strahlen.

Denn kurioserweise erlitt die Niederlage vor den Erfurter Richtern ausgerechnet das rot-rot-grün regierte Land Berlin, das – auch dort scheint es auf Ministerialebene noch vernünftige Beamte zu geben – der muslimischen Bewerberin auf eine Lehrerinnenstelle das Tragen eines Kopftuches im Schulbetrieb verboten hatte – und zwar unter Berufung auf das im Berliner Neutralitätsgesetz enthaltene pauschale Verbot des Tragens religiöser oder anderer weltanschaulicher Symbole im Schulunterricht.

Neben der konkreten Einzelfallentscheidung bemäkelten die Bundesarbeitsrichter auch gleich das komplette Gesetz: Es stelle eine „nicht hinzunehmende Diskriminierung wegen der Religion dar“, so laut „Welt“ die Richter, die damit die Entscheidung des Landesarbeitsgerichtes Berlin-Brandenburg bestätigten, das der Muslime bereits eine „Diskriminierungsentschädigung“ zugesprochen hatte. Das Land hatte gegen Berufung eingelegt.

Verheerende Signalwirkung

Die muslimische Klägerin, eine Diplominformatikerin, hatte sich als Lehrerin an einer normalen Schule beworben. Kurz nach dem Bewerbungsgespräch wurde sie darauf hingewiesen, dass sie nach den Berliner Regelungen im Schulunterricht aus Neutralitätsgründen kein islamisches Kopftuch tragen dürfe. Eine Ausnahme gelte nur für den Religionsunterricht und für berufliche Schulen. Nachdem die Frau erwiderte, ihr islamisches Kopftuch nicht ablegen zu wollen, erhielt sie eine Absage.

Im Netz wurde die Entscheidung prompt gefeiert von pseudomodernistische Ikonen des „neuen deutschen Islam“, die die Schizophrenie aus Kopftuchtragen – einem vormittelalterlichen Unterdrückungssymbol – und einer westlich-aufgeklärten, scheinbar integrierten Attitüde verkörpern; etwa von der Berliner „klugen, jungen, hübschen“ (und dauerverschleierten) Juristin Betül Ulusoy, 31, die als Bloggerin und typische Vorzeigemuslima in Erscheinung tritt, wenn sie nicht gerade in der Sehitlik Moschee am Columbiadamm Führungen abhält:

(Screenshot:Facebook)

Welch ein Hohn, den „Schmerz vieler Frauen“ zu bejammern, die bislang doch tatsächlich vom deutschen Staat daran gehindert wurden, ihre pseudoreligiöse, in Wahrheit hochpolitische Kampfgesinnung per Kopftuch zu bekunden – und kein Wort über die Unterdrückung, Entrechtung und Versklavung von Frauen in den Ländern zu verlieren, wo der Koran das bereits ist, was er in Deutschland langsam, aber unaufhaltsam im Begriff ist zu werden: Die Grundlage des gesamten öffentlichen Lebens, Rechtsquelle und einzig entscheidende Normierung der Gesellschaft.

Deutliche Worte gegen das Urteil mit seiner verheerenden Signalwirkung fand denn auch der Berliner CDU-Vize-Landeschef Falko Liecke, der das Kopftuch als „Symbol für ein rückwärtsgewandtes und freiheitsfeindliches Islamverständnis“ bezeichnete und von einem „ein Schlag ins Gesicht all jener mutigen Muslime“ sprach, die sich „für einen modernen und aufgeklärten Islam einsetzen und deswegen angefeindet und bedroht werden“. Leider bleibt Liecke im politischen Berlin mit dieser Sichtweise eine Einzelmeinung.

Als einer der ersten, die hingegen sofort im Sinne des Erfurter Richterspruchs einknickten und begeistert „Flagge“ für die Islamisierung zeigten, tat sich natürlich wieder Berlins unterirdischer Justizsenator Dirk Behrendt von den Grünen hervor. Er kündigte populistisch an, dass Gesetz solle „noch in dieser Legislaturperiode“ geändert werden. Denn: „Berlin kann es sich nicht weiter leisten, geeignete Lehrkräfte zu diskriminieren… In der multireligiösen Gesellschaft muss es darum gehen, was jemand im Kopf und nicht auf dem Kopf hat.“ Behrendt steht mustergültig für den Schlag Politiker, die Sarrazin im Sinn hatte, als er „Deutschland schafft sich ab“ schrieb. (DM)