Der Müll, die Stadt und der Tod: Kreuzbergs grüne Bezirksbürgermeisterin kapituliert im eigenen Drecksloch

Müll soweit das Auge reicht - nicht nur in der 3 Welt, auch in Kreuzberg (Symbolbild:Durch Huguette Roe/Shutterstock)

Berlin – Es ist immer wieder lustig, wenn wirklichkeitsblinde Politiker über die Folgen ihres eigenen Versagens jammern und sich ihnen die einfache Logik des „sowas-kommt-von-sowas“ mit der Brechstange offenbart: Gleich einem aus dem Koma erwachten Patienten ist für sie die Konfrontation mit der Realität dann ein regelrechter Schock. So geht es gerade der grünen Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann: Sie beklagt – wie drollig – die „zunehmende Verwahrlosung“ in ihrem Bezirk.

Herrmann veranstaltete am Montag unter dem Titel „Verwahrlosung im öffentlichen Raum“ eine eigene Pressekonferenz zu diesem tatsächlich dringenden Problem, das jahrelang immer nur von der AfD- und teilweise auch der CDU-Opposition thematisiert wurde und stets ungehört verhallte. Doch weil, wie sogar die „taz“ berichtet (man höre und staune!), im Bezirk längst nicht mehr nur um den berüchtigten Görlitzer Park herum gedealt wird, sondern fast überall, und weil Vermüllung, Obdachlosigkeit und Exzesse der „Event- und Partyszene“ im öffentlichen Raum überhand nehmen, sieht sich inzwischen sogar eine verstrahlte Idealistin wie Herrmann zum Handeln bemüßigt.

Wobei hier noch abzuwarten bleibt, ob wirklich gehandelt wird – denn zunächst einmal geht es wohl nur um die Bestandsaufnahme, und da haben sich Herrmanns Mitarbeiter eine besonders kreative Form des Problem-Monitorings ausgedacht: Mit farbigen Punktmarkierungen auf der Karte ihres Bezirks demonstriert sie den anwesenden Polizisten, wo überall die Missstände auftreten: „Rote Punkte stehen für Partymachen, gelbe für Drogenkonsum, grüne für allgemeine Verwahrlosung, blaue für Homeless People„, so die Zeitung. Alle dieser Probleme, so die Bezirksbürgermeisterin, haben deutlich zugenommen – es gibt immer mehr Hotspots (bzw. „Farbpunkte“). Selbst die „taz“ kommt da auf den Trichter: „Ein bisschen hört sich die Pressekonferenz auch nach einer Kapitulationserklärung an„.

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Verdichtetes Shithole am kritischen Limit

Anscheinend sitzen Herrmann die verbliebenen bürgerlichen, stinkwütenden Anwohner derart im Nacken, dass sie inzwischen sogar auf Abstand zu ihren Kollegen im rot-rot-grünen Senat geht: Der habe kein einziges der angekündigten „Modellprojekte zur Entkriminalisierung“ auf den Weg gebracht. Wobei sie die Maßnahmen, etwa im Görlitzer Park mit Sozialarbeitern statt Polizisten anzurücken, inzwischen anscheinend selbst kritisch bewertet: Der „Görli“ sei längst „kein Kiffer-Park mehr“; Heroin und andere harte Drogen würden dort vertickt. Und dass inzwischen auch am Südstern, im Böcklerpark, auf dem Kreuzberg und sogar auf den Friedhöfen im Bezirk gedealt werde, sei ebenso bestürzend wie die immer schlimmere Vermüllung der Straßen und Plätze. Die Entsorgung von illegalem Müll kostet Friedrichshain-Kreuzberg inzwischen rund 900.000 Euro jährlich.

So löblich die Tatsache ist, dass sich im Shithole Berlin inzwischen sogar die Verantwortlichen an die Beseitigung der eigenen „Scheiße“ machen wollen: Die eigentlichen Urheber der zunehmenden Dritte-Welt-Verhältnisse benennt auch Monika Herrmann nicht – es würde ihr als ethnisches Profiling / Rassismus / Fremdenfeindlichkeit ausgelegt werden: Denn kein einziger der von ihr bejammerten Missstände ist von „Eingeborenen“, von der aussterbenden Spezies der Biodeutschen verursacht: Die Drogendealer sind meist afrikanisch, die „Partyleute“ mehrheitlich arabisch-türkisch und die „Müllproduzenten“ meist balkanstämmige Großfamilien. Nicht einmal mehr die Stadt- bzw. Landstreicher sind deutschstämmig. Bravo zu dieser Politik, kann man da nur konstatieren. (DM)