Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate zum Thema Afrika – Was kann gegen die drohende Völkerwanderung getan werden?

Rund 1,3 Mrd. Menschen leben auf unserem Nachbarkontinent. In den nächsten 30 Jahren wird sich die Bevölkerungszahl laut UN-Schätzung in etwa verdoppeln. Angesichts von Armut und Arbeitslosigkeit, teils harten natürlichen Lebensbedingungen und fehlender Rechtsstaatlichkeit in weiten Teilen Afrikas bis hin zu Diktaturen und Kriegen dürfte der Migrationsdruck wachsen.

Hayek-Club Frankfurt Vortrag vom 31.8.2020

Was kann gegen eine Massenauswanderung in den kommenden Jahrzehnten getan werden? Welche Strategien sind wirksam, damit junge Leute in ihren Heimatländern bleiben wollen und können? Welche politischen, rechtlichen, kulturellen und ökonomischen Strategien sind wirksam? Welche nicht? Was sollten die EU und ihre Mitglieder tun bzw. unterlassen?

Natürlich reicht ein Abend nicht, um der Vielfalt eines Kontinents gerecht zu werden und solch schwierige Fragen zu beantworten. Aber wir wollen einen Anfang machen. Denn Not und Unfreiheit vieler Menschen in Afrika sind zum einen eine ethische Herausforderung für uns Europäer. Wir haben uns zu fragen, wie wir in geeigneter Weise helfen können. Zum anderen ist Hilfe in unserem eigenen Interesse: Die Stabilität unseres Kontinents würde bedroht sein, falls sich viele Millionen Afrikaner Richtung Europa auf den Weg machen.

Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate studierte Rechtswissenschaft, Volkswirtschaft und Geschichte u.a. in Tübingen und Cambridge und wurde an der Goethe-Universität in Frankfurt promoviert. Er lebt in Frankfurt und arbeitet als Schriftsteller, Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten sowie als politischer Analyst.

(Quelle)