Linksterror in Leipzig: Das Schweigen der Heuchler

Antifa-Ausschreitungen (Symbolbild:Jouwatch)

Eine Woche nach Berlin tobt in Leipzig-Connewitz ein linksradikaler Mob, gegen dessen Treiben alle rechtsextremen Ausschreitungen auf Demonstrationen der vergangenen zwei Jahre zusammengenommen ein harmloser Kindergeburtstag sind. Doch wie üblich verschweigen und verharmlosen Leitmedien und Politik den Terror der Guten. Statt auch nur annähernd so empört auf diese evidente Herausforderung des Rechtsstaats zu reagieren wie auf den herbeiphantasierten „Reichstagssturm“ vor einer Woche, wird hierzulande die Antifa weiterhin verhätschelt. 

Frappierender könnte die Schieflage der Wahrnehmung überhaupt nicht mehr sein, vergleicht man die „veröffentlichte“ Reaktion auf die Krawallnächte von Leipzig mit jener auf die Bürgerrechts-Demonstration vergangenes Wochenende in Berlin. Flaschenwürfe, Steine, Feuerwerkskörper und Molotowcocktails gegen Polizisten, inzwischen mindestens acht verletzte Beamte finden keine Erwähnung bestürzter Groko-Scheindemokraten, hier salbadert kein bundespräsidialer Super-Heuchler Steinmeier betroffen in die Mikrofone oder erklärt die Polizisten zu „Helden“, was er im Fall der „Reichstagshelden“ (darunter ein im Nebenjob als RTL-Laiendarsteller tätiger „Kult-Bulle“) staatstragend getan hatte.

Auch dürfte man diesmal, wie Alexander Kissler ironisch bemerkte, auf Empfänge und Appelle an die Zivilgesellschaft wohl vergeblich warten: Es sind nämlich diesmal keine Normalbürger, Eltern, Künstler, besorgte Selbständige, Unternehmer, Lehrer, Ärzte und Rentner, die aus Sorge um die Grundrechte und eine zunehmend irrsinnige „Gesundheitspolitik“ im Zeichen eines Virus auf die Straße gehen und dafür als Rechtsradikale pauschaldiffamiert und kriminalisiert werden – sondern militante Linksextreme und „Antifaschisten“.

Vera Lengsfeld analysiert unter dem Titel „Die unerträgliche Verklärung der Antifa“ zu den Connewitz-Ausschreitungen treffend: „Es gab keine Verhaftungen, keine Politiker, die sich um unsere Demokratie Sorgen machten. Dabei hätte ich gern gewusst, was ’58 und Antifa‘-Saskia Esken zu sagen hätte.“ Auch die mediale „Coverage“ vor allem der öffentlich-rechtlichen Medien lässt sich inzwischen nur noch als manipulative Volksverdummung bewerten: Nachdem das ZDF von einer „Spontandemo“ gesprochen hatte – als bereits klar war, dass die Krawalle an Intensität zunahmen und sich womöglich über Tage hinziehen könnten -, bezeichnete die „Tagesschau“ den autonomen Linksterror euphemistisch als „Proteste„.

Medien im Weichspülgang

Ungefähr zum selben Zeitpunkt teilte die sichtlich enervierte Leipziger Polizeiführung übrigens mit, dass sie mit weiteren Ausschreitungen rechne und für Sonnabend ein Großaufgebot angefordert habe – inklusive Wasserwerfer. Anders als in Berlin letzte Woche sind sie hier auch nötig – doch es davon erfährt der durchschnittsinformierte Deutsche kaum etwas. Immerhin halten sich die Leipziger Randalierer an die „Maskenpflicht“ – sie sind nämlich ohnehin vermummt. Vermutlich verlieren deswegen deutsche Haltungsjournalisten kaum Worte über sie. Übrigens genauso wenig wie sie weitere Massenkundgebungen der „Guten“ beanstanden – obwohl dort sogar noch eklatanter gegen Maskenpflicht und Abstandsregeln verstoßen wird:

(Screenshot:DresdnerNeuesteNachrichten)

Es kommt eben doch nicht auf die Regeln an, sondern auf die Gesinnung dessen, der diese bricht. Zu diesem absurd verzerrten Doppelstandard passt der diese Woche im Bundeskabinett gefasste Beschluss, wieder einmal härter gegen den Rechtsextremismus vorzugehen – während über Linksextremismus kein Wort verloren wird. Im Gegenteil: Antifa-Kämpfer werden Objekte einer perfiden Heldenverehrung, als angemalte „Widerstandskämpfer gegen rechts“, und dafür noch mit öffentlichen Preisen überhäuft.

Und neuerdings wird die Antifa neuerdings zur zur Kunstrichtung erhoben: Die Kunstsammlungen Chemnitz betätigen sich unter ihrem Chef Frédéric Bußmann als Antift-Propagandisten und „intellektuelle Veredler“ der Linksradikalen – und führen, wie Vera Lengsfeld schreibt, in der Ecke einer Buchhandlung ihres Haupthauses am Theaterplatz die Antifa als „Kunsttruppe“ vorgeführt. Prominent platziert ist dort ein „Kunstwerk“ aus eben dem „Problembezirk“ Leipzig-Connewitz, wo aktuell die Barrikaden brennen und Polizisten bluten –  gestaltet von „unbekannten Künstlern“; vielleicht ja von den Molli-Werfern der letzten Nächte? Der Einkaufswagen ist an seinen Seiten mit verbrannter Pappe dekoriert; „das Original kam in der berüchtigten Silvesternacht zum Einsatz, die von der Antifa in Connewitz als gewalttätige Randale zelebriert wurde“, so Lengsfeld. Daneben eine verharmlosende und verherrlichende Legende zur Antifa und ihren noblen Zielen. (DM)