Deutschland soll zum rot-rot-grünen Versuchslabor werden: Linkspartei flirtet mit Olaf Scholz

Die nächste Vizekanzlerin Deutschlands? Linken-Vorsitzkandidatin Susanne Hennig-Wellsow (Foto:Imago/Schröter)

Als Pragmatiker und letzte realpolitische Hoffnung der SPD soll Olaf Scholz ins (eher symbolische) Rennen um die aussichtslose Kanzlerschaft gehen, als ein Kandidat, der mit den linksfundamentalistischen, neosozialistischen Seilschaften um Vorsitzende und Antifa-Fangirl Saskia Esken oder Juso-Chef Kevin Kühnert so gar nichts am Hut hat und im Gegensatz zu diesen Wählbarkeit suggerieren soll. Doch ausgerechnet von der falschen Seite bekommt Scholz nun Beifall: Von der Linken.

Die Thüringer Linke-Fraktionschefin Susanne Hennig-Wellsow rechnet sich gute Chancen auf den Parteivorsitz aus – und will ihre rote Truppe „fit machen“ für die Regierungsbeteiligung im Bund. Ausgerechnet den Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz lobt sie im „Spiegel„-Interview über den grünen Klee – und darf der verzückten Redaktion des Nachrichtenmagazins  „Bedingungen für Rot-Rot-Grün“ diktieren.

Dass sie überhaupt ein Quäntchen bundesweite Bekanntheit erringen konnte und über die Thüringer Landesgrenzen hinaus politischen Beobachtern ein Begriff wurde, war die Voraussetzung für ihre Karriereambitionen auf den Parteivorsitz – um dort die Nachfolge des Duos Katja Kipping und Bernd Riexinger anzutreten, die keine Lust mehr haben weiterzumachen. Beides erreichte Hennig-Wellsow durch eine vielbeachtete Geste der Demokratieverachtung und Respektlosigkeit, wie sie einer geistigen Erbin des Sozialismus oder gar Stalinismus würdig ist: Nach der Wahl des FDP-Fraktionschefs Thomas Kemmerich im Erfuerter Landtag Anfang Februar warf sie diesem – anstelle der protokollarisch gebotenen Gratulation – grußlos einen Blumenstrauß vor die Füße und machte kehrt.

Empfehlung für Horror-Bündnis auch im Bund

Die „unverzeihliche“ Wahl wurde bekanntlich später auf Anweisung Angela Merkels „rückgängig gemacht“, inzwischen ist wieder alles im Lot, mit Billigung der CDU sitzt inzwischen Hennig-Wellsows Parteifreund Bodo Ramelow wieder und weiterhin im Sattel, und die Genossen wollen nicht nur Ramelow im Amt verteidigen, sondern auch in Berlin das R2G-Horrorbündnis fortsetzen. Und nach Möglichkeit eben auch ab Herbst 2021 im Bund mitregieren – als nationale Neuauflage des rot-rot-grünen Modells von Berlin. Auf dass ganz Deutschland zum einem ebensolchen Shithole werde wie seine Hauptstadt.

Von dieser potentiellen Steigbügelhalterin erhält nun Olaf Scholz nun höchstes Lob – was die gemäßigteren und konservativeren Wähler endgültig davon abhalten dürfte, der SPD ihre Stimme zu geben. Die abgewandelte Devise „Sage mir, wer dich lobt, und ich sage dir, wer du bist“ sollte nicht nur Scholz, sondern auch seinen linken Parteikollegen zu denken geben. (DM)