Trotz großem Widerstand: Deutschlandpremiere von Pro-Life-Film „Unplanned“

Der Film „Unplanned“ hat in Deutschland am Donnerstag eine erfolgreiche Premiere gefeiert. Der Film erzählt die wahre Geschichte einer Mitarbeiterin des US-amikanischen Abtreibungsanbieters „Planned Parenthood“, die nach einem einschneidenden Erlebnis zur Lebensschützerin wurde. Auch hier gab es im  Vorfeld viele Versuche, eine Ausstrahlung des Filmes, der in Amerika ein Kinorenner wurde, zu verhindern. 

Der Film erzählt die wahre Geschichte von Abby Johnson, die acht Jahre Leiterin einer Beratungs- und Abtreibungsklinik war und dann zur überzeugten Menschenrechtsaktivistin wurde. Als Studentin der Psychologie und Psychologischen Beratung wird Abby zur freien Mitarbeiterin bei der Pro-Abtreibungsorganisation „Planned Parenthood“ (PP), einem US-amerikanischen Unternehmen, das Schwangerschaftsberatung und Abtreibungen anbietet und unter dem Verdacht steht, „Föten-Material“ – sprich Organe und Gewebe abgetriebene Kinder aus der 8. bis hinauf zur 24. Schwangerschaftswoche – weiterzuvermarktet. In dem festen Glauben, dass es darum geht, Frauen zu beraten und die bestmögliche Lösung für sie zu finden, wird Abby schon bald von „Planned Parenthood“ fest angestellt, übernimmt schließlich die Leitung der größten Klinik des Unternehmens und wird einige Jahre später sogar „Mitarbeiterin des Jahres“. PP – der deutsche Ableger firmiert unter dem Namen „Pro Familia“ – forderte sie als Klinikleiterin dazu auf, ihre Abtreibungszahlen zu steigern, da dies dem Konzern Gewinn einbringen würde. Sowohl diese Aussage als auch die Tatsache, dass nun bis zum 6. Monat abgetrieben werden sollte, fand Johnson damals absurd, arbeitete aber weiter – bis sie sah, was bei einer Abtreibung wirklich passiert.

Nachfolgendes Erlebnis ändert alles: Abby muss bei der Ultraschallkontrolle einer Abtreibung zum ersten Mal assistieren. Plötzlich erkennt sie, was Abtreibung wirklich bedeutet und dass sie unzählige Frauen im Schwangerschaftskonflikt mit Falschinformationen zu einer Abtreibung bewegt hat. Die Bilder der Ultraschallaufnahmen Johnson dazu, bei der Abtreibungsklinik zu kündigen und sich der US-amerikanischen Lebensrechtsbewegung anzuschließen. Planned Parenthood warf ihr Verletzung des Berufsgeheimnisses vor und ging gerichtlich gegen sie vor. Sie wurde 2009 von allen Anklagepunkten freigesprochen.

Seit Februar 2011 arbeitet Johnson für die Lebensrechts-Organisation Live Action. Seit Juni 2011 bloggt sie für die Website LifeNews.com. und seit 2012 ist sie Teilzeit-Mitarbeiterin von Americans United for Life. 2019 dann erschien der Spielfilm „Unplanned“.

Linke Meinungsdiktatoren versuchen Film zu verhindern

Vieles wurde im Vorfeld unternommen, um den Erfolg des Films in den USA zu verhindern und folgt einem mittlerweile bekannten Muster der linken Meinungsdiktatoren: Der Twitter-Account des Films wurde just am Premierentag des Films gesperrt, in den meisten großen TV- und Radiostationen durfte keine Werbung gebucht werden, der Film wurde durch das Filmbewertungssystem MPAA (Motion Pictures Association of America) mit „R“ bewertet, was bedeutet, dass Jugendliche unter 17 Jahren ihn nur in Begleitung Erwachsener sehen durften. In den Rezensionen der Mainstream-Medien wurde der Film zerrissen. Morddrohungen gegen eine Kinokette in Kanada führten dazu, dass diese den Film wieder aus dem Programm nahm. All das konnte jedoch nicht verhindern, dass Unplanned zum drittgrößten Erfolg der Produzenten Cary Solomon und Chuck Konzelman wurde, berichtete hierzu kath-info.

„Soziale Medien sind die Bücherverbrenner unserer Zeit. Sie haben beschlossen, dass sie die Schiedsrichter sind, und sie ersticken alle Gedanken im Keim, mit denen sie nicht übereinstimmen“, so der Produzent Konzelman, der einen Freund mit den Worten zitiert: „Egal, was sie behaupten: Sie unterdrücken nicht die Hassrede (hate speech), sie unterdrücken Reden, die sie hassen.“ Co-Produzentin Cary Solomon: „Es ist erschreckend, wie weit die Zensur reicht. Wir haben in der Geschichte immer wieder erlebt, dass Regierungen, Medien und Journalisten die Menschen unterdrücken, belügen, manipulieren und kontrollieren.“ Hauptdarstellerin Ashley Bratcher weist auf das Paradoxon hin, „dass ein fünfzehnjähriger Teenager in Amerika ohne das Wissen und Einverständnis seiner Eltern abtreiben kann, aber einen Film über Abtreibung nicht ohne Begleitung eines Erwachsenen ansehen darf“.

Die rassistische Vergangenheit von „Planned Parenthood“ und „Pro Familia“

Zur Dachorganisation „International Planned Parenthood Federation“ gehört neben „Planned Parenthood Federation of America“ auch die Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung – kurz „Pro Familia“-, die wiederum ein Gründungsmitglied der IPPF ist. Beleuchtet man die Ursprünge der angeblichen Familienorganisationen, offenbart sich wenig Ruhmreiches. Diese beginnen in den späten 30-er Jahren in den USA. Die Amerikanerin Margaret Sanger, eine ehemalige Krankenschwester, setzte den Anfang und präsentierte sich als entschlossene Kämpferin für Geburtenkontrolle, um sich während ihres Aufstiegs zur Ikone der Familienplaner zu etablieren. 1921 begründete Sanger die American Birth Control League, aus der die „Planned Parenthood Federation of America“ und später eben auch die deutsche Pro Familia hervor ging.

Die „Reinheit der Rasse“ war ein Ziel Sangers. Und so begann sie 1939 ihre Kampagne. Sie rief das „Negro-Project“ (Das Neger-Projekt) ins Leben. In einem Brief von 1939 an Clarence Gamble legte Sanger auch die Taktik offen, mit der man zugleich für die Dezimierung von Negern sorgen und sich deren Zustimmung sichern wollte.

„Wir wollen die Neger ausrotten“

„Wir wollen nicht, dass deutlich wird, dass wir die Neger-Bevölkerung vernichten wollen“, machte Sanger ihre rassistischen Ziele und ihren Willen zur Täuschung deutlich. Auch ihr taktisches Vorgehen war bemerkenswert. Sie wollte gerade die Zusammenarbeit mit (schwarzen) Priestern suchen, um mit der so verliehenen Glaubwürdigkeit von ihren Zielen abzulenken und die “rebellischeren” unter den Schwarzen auf diese Weise zu beruhigen. Zur Verteidigung Sangers werden oftmals ihre besorgten Äußerungen zur Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten und die Tatsache angeführt, dass ihren Mitarbeitern nicht erlaubt war, sich einer Zusammenarbeit mit Mitstreitern anderer Rassen zu entziehen. Sanger, die auch vor Versammlungen des Ku Klux Klans sprach, richtete ihre zweite Abtreibungsklinik schon in Harlem ein. Dies ging zurück auf die Anregung des schwarzen Sozialarbeiters James H. Hubert. Harlem hatte sich in den Jahren davor zu einem Zentrum der schwarzen Bevölkerung in New York entwickelt. Doch Sanger wollte sich weder auf New York noch auf die USA beschränken, wo vor allem der Süden von dem „Negro-Projekt“ beeinflusst werden sollte. Und so gründete die rührige „Frauenrechtlerin“, nach der noch heute eine Straße in New York benannt ist, das International Committee on Planned Parenthood. Aus diesem wurde 1946 die International Planned Parenthood Federation (IPPF).

Barack Obama, Joe Biden, Kamilla Harris – Hardcord-Abtreibungsbefürworter

„Planned Parenthood“ betreibt zurzeit über 700 Kliniken in den USA und wurde von der Obama- Administration mit bis zu 500 Millionen Dollar Steuergelder gefördert. In den USA vertritt die IPPF nach wie vor Positionen, die man nur als extremistisch und in höchstem Maße unmenschlich bezeichnen kann. So wandte sich Planned Parenthood gegen mehrere Gesetzesentwürfe im Bundesstaat Illinois, die unter anderem die Verpflichtung vorsahen, Kindern medizinische Versorgung zukommen zu lassen, wenn diese nach einem Abtreibungsversuch lebend geboren werden. Auch das gesetzgeberische Vorhaben, Ärzte straf- und zivilrechtlich in die Verantwortung zu nehmen, wenn sie diesen neugeborenen Kindern nicht halfen und somit letztlich töteten, wollten die PP-„Sexualberater“ nicht Wirklichkeit werden lassen. Sie setzten einiges daran, diese Kindstötung durch Unterlassung weiterhin ermöglichen. Bei diesem Vorhaben half der Organisation ein Senator der Demokratischen Partei: Barack Hussein Obama. Dieser stimmte wiederholt in den Jahren 2001 bis 2003 ganz im Sinne von Planned Parenthood ab.

Mit Jo Biden und der kalifornischen Senatorin Kamala Harris als Kandidatin für die Vizepräsidentschaft gehen die Demokraten mit dem abtreibungsfreundlichsten Duo, das es jemals gegeben hat, ins Rennen um das Weiße Haus. Auch Harris setzte sich – wie Obama – dafür ein – Kinder, die eine Abtreibung überleben, nicht medizinisch zu versorgen. Wie zuvor erwähnt, stand Planned Parenthood im Verdacht, Teile abgetriebener Embryonen zu verkaufen. Kamala Harris hatte in ihrer Funktion als Attorney General (Generalstaatsanwältin) des Bundesstaates Kalifornien gegen David Daleiden, Leiter der Lebensschutzorganisation „Center for Medical Progress“ (CMP), ermitteln lassen. Daleiden, der mit verdeckt gedrehten Videos den Skandal um Planned Parenthood wegen des Verdachts auf verbotenen Organhandel von abgetriebenen Kindern aufgedeckte, wurde wegen Urkundenfälschung von Harris Behörde angeklagt.

Auf Twitter warnte Daleiden vor einer Vizepräsidentin Kamala Harris und wies darauf hin, dass sie bei ihren Wahlkämpfen zur Attorney General (2011-2017) und zur US-Senatorin (seit 2017) von Planned Parenthood und anderen Pro-Abtreibungsorganisationen finanziell unterstützt wurde und wird.

CMP veröffentlichte nun ein drittes Video: Führende Planned Parenthood (PP)- Vertreter sagen unter Eid aus, dass PP-Abtreibungsärzte die Verfahrensweise bei Abtreibungen geändert hätten um besser verwertbare Organe und Gewebe zu erhalten:

Der amtierende US-Präsident Donald Trump gilt als dedizierter Pro-Life-Befürworter und nahm als erster Präsident am jährlich stattfindenden „March for Life“ – der Kundgebung gegen Schwangerschaftsabbrüche – teil. Ebenso kündigte Trump an, Planned Parenthood die finanzielle Unterstützung zu entziehen.

Erfolgreiche Premiere in Fulda

Am vergangenen Donnerstag feierte „Unplanned“ in Deutschland erfolgreiche Premiere. Veranstalter der Premiere in Fulda ist die Lebensrechtsorganisation „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA), 1977 mit Sitz in Augsburg gegründet und somit älteste Lebensrechtsgruppe in Deutschland.

Das Cinestar-Kino in Fulda den Film noch am 25. 9. um 17 Uhr, am 27.9. um 15 Uhr und am 28.9. um 20 Uhr.

DVD kaufen: http://www.gerth.de/Y/925049

Blu-ray kaufen: http://www.gerth.de/Y/925050

(SB)