Weg von „Gleicher Mist – anderer Misthaufen“ hin zu einem echten Systemwechsel

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Im August hielt unser aller Kanzlerin von Gottes Gnaden Audienz im Bundeskanzleramt. Die hohen Gäste waren die Köpfe der Fridays for Future Bewegung, Greta Thunberg und ihr deutsches Pendant, Luisa Neubauer. An dieser Stelle tun sich erst einmal zwei drängende Fragen auf! Erstens: Warum wurde das Bundeskanzleramt noch nicht im BundeskanzlerINNENamt umbenannt? Zweitens: Weshalb lädt die Bundeskanzlerin in Zeiten, in denen die heimische Wirtschaft im Begriff ist zu kollabieren, nicht Unternehmer zum Gespräch, die kaum mehr wissen, wie sie das Jahr überstehen sollen, weil der Aktionismus dieser Regierung angesichts einer zum Overkill hochstilisierten, vergleichsweise harmlosen Viruserkrankung ihnen die Luft abdreht?

Von Alp Mar

Es ist ja beileibe nichts Neues, dass sich die Aufmerksamkeit unserer Regierung vornehmlich auf absolute Nebenschauplätze konzentriert. Das ist kein Versehen, sondern gewollt, denn sonst würde den Bürgern eventuell auffallen, dass epochale „Veränderungen“ ins Haus stehen. Gemeint sind: Bargeldabschaffung, diktatorische Zentralisierung auf EU-Ebene, besser organisierter Neuwählerimport durch noch intensivere Masseneinwanderung und das Pulverisieren privater Vermögen bei gleichzeitiger Abschaffung verbriefter Bürgerrechte. Von diesen politischen Hauptkriegsschauplätzen abzulenken ist der eigentliche Zweck der Übung.

Dies alles darf ums Verrecken nicht ins Bewusstsein der Bürger gelangen und deshalb treffen sich hochrangige Politiker und gar die Gottkanzlerin selbst mit Wohlstandsgören, deren größte Lebenskrise bisher darin bestand, dass Mutti nicht den richtigen veganen Kram in den Kühlschrank gepackt hat, oder die servierten Suppenklößchen nicht die exakt richtige Form, Größe und Anzahl aufwiesen. Wenn jemand weiß, wie man unseren Planeten rettet, dann sind es definitiv solche WichtigtuerINNEN im Format einer Greta und einer Luisa Neubauer!

Die fordern – und das Fordern scheint ja die Hauptattitüde dieser kackfrechen Generation zu sein – nicht nur „entschiedenes und schnelles Handeln“, sondern gar einen „Systemwechsel“. Dieser Systemwechsel ist im Grunde nichts anderes, als die Deindustrialisierung Europas, also das Ignorieren von Fortschritt und Wissenschaft und der entschiedene Schritt vom bestehenden Dreiviertelsozialismus zur von „Experten“ gelenkten absoluten Planwirtschaft. Experten, zu denen sich Luisa Neubauer und Greta Thunberg sicherlich zählen, wollen in Zukunft entscheiden, wer wie viel, wie oft und wie weit mit welchen Mitteln fliegen, Straßen befahren oder über Ozeane die Welt bereisen darf. Ausgenommen von diesen Beschränkungen sind selbstredend „Experten“ wie etwa die Vielflieger der Grünen und andere Wasserprediger und Champagnersäufer!

Experten, die in Wahrheit politische Aktivisten des linken bis extrem linken Spektrums sind, wollen bestimmen, wer was produziert, besitzt, konsumiert, kauft, verkauft, wie gewohnt wird, wer mit wem zusammen zu leben hat und wer mit wem die Schulbank drückt. Kurzum – es geht um die völlige Entmachtung des Individuums über sein eigenes Leben und die absolute Kontrolle des Staates über seine Bürger, die dann de facto den Status von Sklaven, bestenfalls von Melkvieh innehaben. Das ist der Systemwechsel, der so dringend angemahnt wird und auf den wir, mithilfe von Dauerpropaganda und medial gehypten Marionetten eingeschworen werden sollen. Gebt uns all Euer Geld und obendrauf all Eure verbrieften Rechte und wir retten für Euch diese geschundene Welt vor dem ansonsten sicheren Untergang!

Der Weg zur Hölle ist bekanntlich mit guten Absichten gepflastert. Ich stelle mir eine dystopische Welt vor, deren Wohl und Wehe von der Weitsicht größenwahnsinniger Infantinnen abhängt und deren Gehirnfürze von einer technisch perfekten Unterdrückungsmaschinerie auf Biegen und Brechen durchgesetzt werden, bis alles schließlich in Scherben fällt und niemand mehr Lust hat, auch nur einen Finger krumm zu machen, weil ohnehin schon alles von reellem Wert für angeblich „höhere Ideale“ ins Nirwana eines von Elfen und Einhörnern bewohnten rotgrünen Phantasiekonstruktes katapultiert wurde. Das kennen wir bereits alles aus vergangenen, in Bausch und Bogen gescheiterten Sozialismen. Das ist die, wie es Steve Van Zandt in der Rolle eines Italo amerikanischen Mafioso im Exil, in der Serie „Lilyhammer“ trefflich ausdrückte, „gleiche Scheiße – anderes Scheißhaus“! Das hindert aber zahlreiche, von glasklaren Kommunisten unterwanderte NGO`s, ebenso wenig wie Greta und Luisa daran, immer wieder den selben Katechismus zu beten, ungeachtet der Tatsache, dass alle sozialistischen Staaten nachweislich stets zu den schlimmsten Umweltzerstörern zählten.

Im Grunde haben die Mädels aber recht – allerdings anders als sie denken – wenn man hier denn überhaupt von „denken“ sprechen will! Ja, wir brauchen tatsächlich einen Systemwechsel und zwar gründlicher, als ihn die Welt je gesehen hat! Wir müssen – und dies besser heute als morgen – weg von der Politiker-Allmacht, die per Ermächtigungsgesetz, etwa unter dem Vorwand des Seuchenschutzes, maßgebliche Bürgerrechte vom Tisch wischen kann wie Kuchenkrümel! Wir brauchen ein System, dass es Politikern keine Sekunde erlaubt, Bürger, von deren hart erarbeitetem Geld diese Kaste in diesem Land gut und gerne fürstlich lebt, zu drangsalieren und zu schikanieren, wie wir es in den letzten Monaten nicht nur in Deutschland erleben mussten! Wir müssen weg von einem System, dass sich seine Lügen, Verdrehungen, Beschönigungen und Hexenjagden gegen politisch Missliebige per Zwangsgebühr von den Belogenen bezahlen lässt und Unwillige mit Gefängnisstrafen bedroht! Wir müssen weg von einem System, das Politikern straflos gestattet, eine ganze Volkswirtschaft in den Graben zu fahren und nachhaltig zu schädigen, obwohl auch in Regierungskreisen längst bekannt ist, dass besagte „Corona-Maßnahmen“ weit überzogen waren! Wir müssen weg von einem System, das Versagen, Unkenntnis und völlige Unfähigkeit in politischen Ämtern mit noch lukrativeren Posten und noch höheren Pensionen belohnt.

Ja, wir brauchen einen Systemwechsel – unbedingt und sehr bald! Wir brauchen einen Systemwechsel weg von der immer frecher ausgelebten Willkür außer Rand und Band geratener Politiker, hin zu bindendem Bürgerwillen via Volksentscheid. Das Volk braucht immer und zu jeder Zeit das Recht und die Möglichkeit, sein Veto einzulegen, gerade dann, wenn Politiker, oder auch Schülersprecher und Umweltaktivisten, vom Zeitgeist gepackt, dem Größenwahn verfallen und allen anderen diktieren möchten, was gut und recht zu sein hat!