Corona-Schwerpunktpraxen: Gekaufte Pandemie?

Dr. Bodo Schiffmann berichtet von Corona-Schwerpunktpraxen. Es scheint sich um ein auffallend lohnendes Geschäft für die teilnehmenden Ärzte zu handeln. 12.500 Euro gibt es pro Quartal extra.

Was ist eine Corona-Schwerpunktpraxis? Das ist eine Neuheit. Dr. Bodo Schiffmann (Widerstand 2020) wurde von einer Kollegin darauf aufmerksam gemacht. In Baden Württemberg können sich Arztpraxen zu Corona-Schwerpunktpraxen erklären und dies der Kassenärztlichen Vereinigung melden. Es ist lediglich eine Teilnahmeerklärung auszufüllen. Anzugeben ist die Betriebsstättennummer und der Name der Einrichtung. Zu erklären ist außerdem die Bereitschaft, Abstrichdiagnostik vorzunehmen. Dafür gibt es pro Arzt in einer Praxis 12.500 Euro im Quartal. Ein außergewöhnlich großzügiges Angebot zu Zeiten, in denen allmählich bekannt wird, daß die Zahl der „Neuinfektionen“ einzig an der Testausweitung resp. deren Reduzierung hängt.

Dr. Schiffmann: „12.500 Euro, wenn Sie (als Arzt) bereit sind, Corona durch Abstriche am Leben zu erhalten“. Das lohne sich, so Schiffmann weiter. Es gibt einen Fallwertzuschlag von 10 Euro pro Patient. Wer also bei jedem Patienten einen Abstrich macht, erhöht den „Praxiswert“ eines jeden Patienten um 10 Euro. Dazu kommt eine Aufwandspauschale von 100 Euro für jeweils 4 Stunden. Bei zwei Ärzten in der Praxis und zwei Mal vier Stunden Abstrichdiagnostik am Tag wären das Zusatzeinnahmen von 400 Euro täglich. Eine weitere Aufwandspauschale winkt pro 20er Patientengruppe, was natürlich einen Anreiz darstellt, möglichst viele Abstriche vorzunehmen. Außerdem gibt einen Wartezeitzuschlag von 50 Prozent – und Materialien kostenlos. Dr. Bodo Schiffmann: „Das heißt, Sie drucken hier Geld, ohne daß Sie irgendetwas machen“.

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Von Arzthelferinnen aus Kinderarztpraxen sei ihm berichtet worden, daß inzwischen bei jedem Kind ein Abstrich gemacht wird, das „einen Pickel auf der Nase hat“, völlig unabhängig davon, ob es coronatypische Krankheitssymptome hat oder nicht. „Weil es nämlich Knete bringt“, so Schiffmann. Auf der Webseite der Kassenärztlichen Vereinigung Baden Württemberg sind die entsprechenden Regelungen unter Verwendung der Suchbegriffe „Coronatest“ oder „Corona-Schwerpunkt“ zu finden. Das alles, wohlgemerkt, zu einer Zeit, in der das amerikanische CDC (Center for Disease Control) die bisher offiziell kolportierte Zahl von 165.000 „Coronatoten“ auf weniger als 10.000 korrigiert hat. Bezahlen werden die Mehrkosten für die offensichtlich politisch erwünschten „Corona-Schwerpunktpraxen“ die Versicherten. (RB)