Gieriger Staat: Regierung hat von Urlaubern bislang 2,7 Millionen Euro kassiert

Foto: Urlaubsangebote im Reisebüro (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Unglaublich, aber wahr: Die Bundesregierung hat von deutschen Touristen für deren Zurückholung aus dem Urlaub im Zuge des weltweiten Corona-Ausbruchs bislang 2,7 Millionen Euro überwiesen bekommen. Das berichtet „Bild“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Angaben des Auswärtigen Amts, das die einmalige Rückholaktion mit gecharterten Maschinen für rund 240.000 im Ausland gestrandete deutsche Urlauber im März und April 2020 initiiert hatte. Zwar soll die Europäische Union dem Bund noch rund 47 Millionen Euro der entstandenen Gesamtkosten in Höhe von 94 Millionen Euro erstatten.

Aber den Restbetrag von weiteren 47 Millionen Euro sollen die Fluggäste selbst begleichen. Dafür verschickte der Bund bereits Tausende Rechnungen an die betroffenen Touristen. „Bei einem sehr großen Teil der Bescheide ist die eingeräumte Zahlungsfrist noch nicht verstrichen“, teilte das Auswärtige Amt mit.

So werden Unschuldige zu Schuldigen gemacht, Hauptsache, der Staat kann seine Bürger gleich mehrfach abkassieren. Hoffen wir, dass es Anwälte gibt, die dagegen Einspruch erheben, denn freiwillig wollte bestimmt keiner vorzeitig wieder zurückreisen. (Mit Material von dts)