Chebli dankt den Menschen, Mely Kiyak Gott dafür, dass Moria brennt

Sawsan Chebli und Mely Kiyak (Bild Chebli: imago / Bild Kiyak: A.Savin ; siehe Link; CC BY-SA 3.0)

Während Sawsan Chebli den Menschen dankt, die „Moria Gesicht und Stimme geben“ und meint, dass jene die es nicht tun, „schlechte Menschen sind“ –  entkorkt Mely Kiyak die Champagnerflasche und dankt Gott persönlich dafür, dass das Migrantenlager angesteckt wurde.

Sawsan Chebli, politisch ein Wunderwerk, ist voll der Dankbarkeit, werden doch nach der Abfackelaktion auf Lesbos noch viel, viel mehr ihrer Glaubensbrüder in Kürze bei uns aufschlagen. Chebli vertritt die tiefe Überzeugung, dass all jene, die in ihren Jubel nicht einstimmen wollen, nicht schon wieder ob der Kulleraugenbilder vor Mitleid zerfließen, „schlechte Menschen“ sind. Und das twittert Chebli diesen Unmenschen auch umissverständlich zu:

Danke, dass Ihr den Menschen in Moria Gesicht und Stimme gebt. Wer angesichts dieser Bilder kalt und teilnahmslos bleibt, wer kein Mitgefühl empfindet und noch immer nicht helfen will, ist ein schlechter Mensch. https://t.co/FzpVUyht3Z

Chebli wird für ihre „Menschlichkeit“ von ihren Fans gefeiert. Ganz Eifrige meinen: „Das ist eine Frage der Menschlichkeit. Jeder sollte das Recht haben da hin zu gehen wo er in Sicherheit ist und es im gut geht. Wir brauchen keine Grenzen.“

Andere sehen das etwas „differenzierter“: Frau Schäbli sagt, alle, die das Spiel durchschauen, seien schlechte Menschen. Das ist pubertäres Verhalten („ich will aber nicht ins Bett.., ich hasse dich“) und gehört – wie Frau Schäbli – nicht in ein öffentliches Amt. Die Frau ist peinlich.“

„Entkorkt die Champagner­flaschen, serviert erlesene Häppchen, feiert! Es gibt einen Gott, Moria brennt“

Während Chebli noch damit beschäftigt ist, den „guten Menschen“ zu danken, ist Mely Kiyak schon ein ganzen Stück in der Hierachie nach oben gerutscht: Sie dank Gott persönlich dafür, dass Moria brennt. Auf dem Onlineformat „Republik“ – die NZZ ist der Meinung, dass das Magazin nicht überzeuge – titelt die Schreiberline „Endlich – Entkorkt die Champagner­flaschen, serviert erlesene Häppchen, feiert! Es gibt einen Gott, Moria brennt“ und dreht wieder einmal so richtig an der Migrantentränendrüsenschraube. Denn: „Es darf keine Rolle mehr spielen, was Sie oder ich oder irgendeine Zeitungs­leserin denkt und fühlt“. Sie schreibt, das Feuer zu legen sei „das einzig Richtige“ gewesen. Mehr noch: „Ein mutiger Akt.“ Die Brandstifter hätten das „moralische Recht, aufzubegehren. Mit allen Mitteln, die ihnen in einem undemokratischen Herrschaftssystem zur Verfügung stehen.“ Die Angst vor Flüchtlingen habe aus den Europäern „Wahnsinnige […] Brandstifterinnen, Attentäter, Zerstörerinnen von Demokratie und Frieden“ gemacht und sie „millionenfach zu glühenden Faschisten“ verwandelt. Ganz ähnlich wie ihre geistige Freundin Chebli bezeichnet Kiyak all jene, die nicht „her damit, wir versorgen alle“ brüllen, als „die Rechts­extremen, die Faschisten, die Nieder­trächtigen in Menschen­gestalt“.

Diesen Ton, diese unglaubliche Arroganz, schlägt Kiyak berufsmäßig in einer Dauerschleife an. Besonders widerlich wurde es 2012, as sie in ihrer Kolumne für die Berliner Zeitung sowie die Frankfurter Rundschau Thilo Sarrazin, dessen rechte Gesichtshälfte infolge der Operation eines Tumors teilweise gelähmt ist, nach einem Fernsehauftritt als „lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur“ bezeichnete. Nach einem feritablen Shitstorm machte Kiyak glauben, von Sarrazins „körperlich bedingten Unvollkommenheiten“ nichts gewußt zu haben. Es täte ihr leid. Nach anhaltender Kritik sprachen die Chefredaktionen der abdruckenden Zeitungen von einer „perfiden Hetzkampagne“ gegen das Melylein, welche insbesondere über das Blog PI forciert werde. Schützenhilfe für die menschenverachtende Kiyak kam von der hoch umtriebigen Migrantenvereinigung Neue Deutsche Medienmacher, gegründet durch ihrer Kollegin ebenfalls türkischstämmigen Kollegin Ferda Ataman. Sebstredend stellte sich auch die taz vor die Berufsmigrantin. Der Freitag kommentierte, dass Kiyak „den Shitstorm, den sie gegen [… Sarrazin] in Gang setzen wollte“, am Ende auch selbst zu spüren bekommen habe.

Der eingetragene Verein, der unter dem Namen „Deutscher Presserat“ firmiert, damals noch in Teilen funktionsfähig, sah den „Verstoß gegen die publizistischen Grundsätze als so schwerwiegend“ an, dass er eine Missbilligung gegenüber der Berliner Zeitung aussprach. Sarrazin sei „in seiner Menschenwürde verletzt“ worden. Wegen der Entschuldigung Kiyaks wurde jedoch keine Rüge ausgesprochen. Noch im gleichen Jahr versilberte Kiyak zusammen mit weiteren Migrhu-Schreiberlingen ihre „Erfahrungen“ im Rahmen der „antirassistischen Leseshow“ Hate Poetry, bei denen sie im Stile eines Poetry Slams „zornerfüllte Leserbriefe“ vorlasen. Mit dabei: der weit überschätze Deniz Yücel – der auf Kiaks Sarrazin-Verachtung mit dem Wunsch „der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten“ noch eins draufsetze und zudem der Überzeug ist, Zitat: „Der baldige Abgang der Deutschen ist Völkersterben von seiner schönsten Seite. Mit den Deutschen gehen nur Dinge verloren, die keiner vermissen wird. Etwas besseres als Deutschland findet sich allemal. Ebenfalls mit an der „antirassistischen“ Front: Hasnain Kazim. Kazim wurde bekannt, nachdem er Alexander Gauland nach dessen Kritik an der Masseneinwanderung entgegnete: „Gewöhn dich dran. Wir sind hier, werden immer mehr und beanspruchen Deutschland für uns. Ob du willst oder nicht.“

Wir sollten den guten Menschen und Gott auf Knien dafür danken, dass uns Sawsan Mohamed Chebli oder Mely Kiyak immer wieder die „rassistischen, rechtsextremen und niederträchtigen“ Köpfe zurechtrücken. (SB)