Vorboten des merkelschen Corona-Crash: Mehr Arbeitslose und Altersarmut

Armut - dank Corona bald noch verbreiteter als befürchtet (Symbolbild:Shutterstock)

Sie tut wirklich alles, um dieses Land herunterzuwirtschaften. Und zwar – wie sie selber sagt – mit „brachialer“ Gewalt.

Die verschärften Corona-Maßnahmen, wie immer völlig überzogen und von völlig falschen Tatsachen ausgehend zeigen nun so langsam Wirkung:

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September erneut gestiegen. Im neunten Monat des Jahres waren in der Bundesrepublik 2,847 Millionen Personen arbeitslos gemeldet und damit 613.000 mehr als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mit. Gegenüber dem Vormonat sank die Arbeitslosenzahl unterdessen um 108.000. Die Arbeitslosenquote ging dabei um 0,2 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent zurück.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt sind nach wie vor deutlich sichtbar“, sagte BA-Chef Detlef Scheele…

Noch schlimmer steht es um die Alten. Das aber war schon vor der Coronakrise kein Geheimnis mehr, wird sich jetzt aber natürlich noch verstärken:

Die Generation 65+ sieht sich in Deutschland zunehmend von Altersarmut bedroht. Der Anteil der über 64-Jährigen, die gemessen am Bundesmedian armutsgefährdet sind, stieg in den vergangenen 15 Jahren um 4,7 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent im Jahr 2019, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. In keiner anderen Altersgruppe war der Anstieg seit dem Jahr 2005 so groß, so die Statistiker.

Insgesamt stieg die Armutsgefährdungsquote im selben Zeitraum um 1,2 Prozentpunkte auf 15,9 Prozent. Die Armutsgefährdungsquote, ein Indikator zur Messung der relativen Einkommensarmut, war für Personen über 64 Jahre somit im Jahr 2019 annähernd genauso hoch wie in der Gesamtbevölkerung. Im Westen stieg die Armutsgefährdungsquote für über 64-Jährige seit 2005 um 4,6 Prozentpunkte auf 16,2 Prozent im Jahr 2019 und liegt somit sogar knapp oberhalb der Armutsgefährdungsquote für alle Altersgruppen im Westen zusammen.

Im Osten konnte im gleichen Zeitraum ein Anstieg um 4,9 Prozentpunkte auf 13,8 Prozent gemessen werden. Dieser Wert liegt jedoch um 4,1 Prozentpunkte unter der Armutsgefährdungsquote für alle Altersgruppen im Osten. Auffällig ist, dass der Anstieg der Armutsgefährdung in der Generation 65 plus im Osten gegenläufig zum dort beobachteten Gesamttrend verläuft.

Über alle Altersgruppen hinweg nahm die Armutsgefährdungsquote im Osten ab: Von 20,4 Prozent im Jahr 2005 auf 17,9 Prozent im Jahr 2019. Ein Blick auf die einzelnen Bundesländer offenbart, dass das höchste Armutsrisiko für ältere Menschen gleichermaßen vor 15 Jahren wie auch zuletzt im Saarland (2019: 18,4 Prozent), in Rheinland-Pfalz (17,8 Prozent) und in Bayern (17,5 Prozent) bestand. Am niedrigsten war es im vergangenen Jahr in Brandenburg (12,5 Prozent), Schleswig-Holstein (13,0 Prozent), Thüringen und Sachsen (jeweils 13,4 Prozent).

Seit 2005 ist die Armutsgefährdungsquote im östlichen Stadtstaat Berlin (+7,4 Punkte auf 14,8 Prozent) und im bevölkerungsreichsten Flächenland im Westen, in Nordrhein-Westfalen (+7,1 Punkte auf 16,8 Prozent) besonders stark gestiegen.