Berufsverbot für Arzt wegen Masken-Attesten

Hausdurchsuchung, Staatsanwalt und Berufsverbot: Der österreichische Staat fährt alles auf, was möglich ist, um einem Arzt, der sich strikt gegen die Maskenpflicht stellt und entsprechende Atteste ausgestellt hat, den Garaus zu machen.

„Wehrt euch gegen den Masken-Wahnsinn, fürchtet euch nicht vor Fake-Corona“, so Peer Eifler, Allgemeinmediziner aus der Steiermark auf seiner Facebook-Seite. „Sie möchten ein Attest gegen den Masken-Wahnsinn? Gerne bei mir!“ Mehrere hundert Atteste stellte der Mediziner aus Bad Aussee nach eigener Aussage pro Woche aus. Rund 10 Euro kostet das Attest laut Steiermark.orf. Angst und Panik sind für ihn Grund genug für ein Masken-Befreiungsattest. „Diese Maske ist psychisch extrem traumatisierend, gesundheitsschädlich. Das, was hier passiert, ist ein Verbrechen, das ist böse“, so Eifler auf FPÖ.TV

Atteste ausstellen, ohne das der Patient persönlich vorstellig werden muss -„Das geht gar nicht“, findet die Ärztekammer in Österreich. „Ärzte, die sich völlig gegen die wissenschaftlichen Erkenntnisse stellen, werden von der Ärztekammer angezeigt, das ist ja gesundheitsgefährdend“, schimpft man dort empört und zieht die Konsequenzen. Die Ärztekammer sieht die Vertrauenswürdigkeit des Arztes als nicht mehr gegeben.

Am Mittwoch wurde Peer Eifler die Berufsausübung untersagt. Am Donnerstag folgte eine Hausdurchsuchung durch das Landeskriminalamt, bestätigte die Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf: Fälschung von Beweismitteln, mehrere Datenträger seien beschlagnahmt worden.

Peer Eifler gibt sich kämpferisch und kündigt Berufung an: „Man kann nicht gleichzeitig sitzenbleiben und aufstehen. Mein Aufstehen hatte die Folge, dass mir nun die Ärzte-Lizenz entzogen wurde. Ich darf vorerst keine Maskenbefreiungs-Atteste mehr ausstellen, weil Ärzte, die den Menschen wirklich helfen und diese gesunderhalten wollen von der Ärztekammer nicht erwünscht sind. Wir geben natürlich nicht auf und gehen in Berufung!
Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht und Gehorsam zu Verbrechen!
Lasst uns gemeinsam aufstehen!“, so der Kommentar des Allgemeinmediziner, ärztl. Psychotherapeut und Arbeitsmediziners auf seiner Facebook-Seite.

Gegen den Arzt laufen seit Sommerbeginn zwei Verfahren – eines vor dem Ehrenrat der Österreichischen Ärztekammer und ein Disziplinarverfahren der Ärztekammer Steiermark.

Auch in Niederösterreich prüft die Ärztekammer Vorwürfe gegen zwei Mediziner, die Masken-Befreiungsatteste ausgestellt haben sollen. Wie viele praktizierende Ärzte in Österreich solche Atteste ausstellen, sei bisher nicht bekannt, berichtet Steiermark.orf weiter.