Die Chance, dass Böhmermann eins auf die Fresse bekommt?

Jan Böhmermann (Foto:Imago/Viadata)

Die Mainstreammedien laufen heiß: Xavier Naidoo und Attila Hildmann haben zwei der „bedeutendsten Satiriker“ – es handelt sich um die beiden öffentlich-rechtlichen Systemtrompeten Böhmermann und Welk – zum „Duell“ aufgefordert. Doch die „Qualitätsmedien“ scheinen mit dem Klamauk nun die „Gefährlichkeit“ von Hildmann und Naidoo beweisen zu wollen.

„Die Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann und Xavier Naidoo wollen im Promiboxen gegen Entertainer Jan Böhmermann und Moderator Oliver Welke antreten. Auf Telegramm versucht Hildmann zu provozieren und einen Grundstein für seine Karriere im Mainstream-TV zu legen“, trommeln vermeintliche Qualitätsmedien. Das sogenannte Promi-Boxen ist ein Format auf Sat.1, bei der C- bis Z-Promis den Ring besteigen und sich gegenseitig in die minder- bis nicht bekannten Gesichter dreschen.

Auslöser der „Herausforderung“ von Naidoo sei eine Bemerkung, die der öffentlich-rechtliche Wichtigzwerg Böhmermann schon Anfang April auf Twitter losgelassen haben soll: Er schrieb, dass Naidoo und Hildmann bald Unterstützung bekommen würden, weil der Schauspieler Til Schweiger einen Telegram-Account erstellt habe. Schweiger hatte sich zum damaligen Zeitpunkt geweigert, medial über Naidoo herzufallen. Zwischenzeitlich hat sich auch Schweiger als „Corona-Leugner“ geoutet.

„Welke, darf dir Xavier beim Promi-Boxen die Fresse polieren? Und ich nehme Bolschewiken-Böhmi? Gerne auch ein argumentatives Duell, davor rauch ich aber drei Joints, damit ihr den Hauch einer Chance habt“, „wütet“ Hildmann nach Ansicht des Portals noizz.

Xavier kommentiert den Beitrag mit einem „Er wird wohl eher verWELKEN, aber er darf es gerne versuchen“.

Der Nachfrage bei den Systemkaspern: „Nehmt ihr an, Welke und Bolschewiken-Böhmi? Xavier und ich gegen euch: verbal oder direkt aufs Maul beim Promiboxen?“, schob Hildemann noch die Motivation hinterher: „Unglaublich, das wäre doch ein Einschaltquoten-Fest und würde eure Karrieren nach diesem tiefen Loch mit schlechten Einschaltquoten und peinlichen Flauschig-Podcasts wieder etwas nach vorne bringen!“

Dass die beiden Ausnahme-Bespaßer Böhmermann und Welk „stillhalten“ und nicht auf die „Provoktionen der beiden Fanatiker“ reagieren, um so diesen keinen „medialen Hype für neue Sticheleien“ zu bereiten, wird als ganz besonders positive Charaktereigenschaft gefeiert. Die unzähligen Diffamierungen, Unterstellungen und Hasskommentare, die Böhmernann und Welk Zwangsgebühren-finanziert seit Monaten über die beiden auskippen, scheint indes ein lobenswerter, geradezu heiliger Akt in den Augen der Mainstreammedien zu sein. (SB)