„Kein Schnaps, nur Bier – das rat‘ ich Dir“: NRW-Gesundheitsminister gibt Jugendlichen irre Sauftips

NRW-Gesundheitsminister Laumann (Foto:Imago/Reichwein)

Der Wahnsinn in Coronazeiten galoppiert, und zu seiner fetten Beute zählt neuerdings offenbar auch ein bislang eher besonnen wirkendes „Arbeitstier“ der Pandemie: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) irritierte gestern mit einem völlig abstrusen Ratschlag: Er rief auf, bei Privatparties lieber Bier statt Schnaps zu trinken, um so „Ansteckungen zu vermeiden“.

Die „Logik“ dahinter entspricht derjenigen, die auch den – in manchen Bundesländern geltenden – völlig willkürlichen Sperrstundenverkürzungen in Kneipen zugrunde liegt: Man nimmt einfach an, die Leute besaufen sich kollektiv hemmungslos. Was im einen Fall durch eine beliebige Uhrzeit eingeschränkt werden soll (als würden Jugendliche anschließend nicht privat weitersaufen, dann allerdings ohne professionelle „Aufsicht“ eines theoretisch haftbar zu machenden Wirtes!), versucht Laumann nun durch einen anderen Alk-Mix.

Dessen ungewöhnliche Sprit-Diät – Motto: Bier statt Korn – erinnert entfernt an die in Russland gängige Behördenpraxis, Getränke mit unter 5 Promille Volumenanteil Ethanol als „nichtalkoholisch“ zu deklarieren, um so erstens die extremen Alkoholikerraten zu senken und zweitens die wodkasüchtige Bevölkerung zur „Schein-Abstinenz“ milderer Getränke wie Bier zu bewegen; beides natürlich nur mit mäßigem Erfolg. Laumann preist nun ebenfalls Bier als das kleinere Übel an – weil sich, so seine Annahme, bierselige Kids und Teenies nicht so nahe kommen wie im Vollrausch.

Feuchtfröhliche Infektionsgelage

„Als Westfale würde ich, wenn ich so etwas in der Nachbarschaft organisieren würde, gegen Bier nichts so viel einwenden, aber man kann ja vielleicht mit dem Schnaps mal etwas vorsichtiger sein“, zitiert „Bild“ den Minister. Was kommt als nächstes? Die Empfehlung, besser Hasch zu rauschen statt Koks zu schnupfen? Lieber LSD statt Chrystal Meth?

Was die Corona-Reglementierer beharrlich nicht kapieren wollen, ist die Tatsache, dass die meisten Ansteckungen und „Masseninfektionen“ in sozialen Milieus erfolgen, die erstens den deutschen Staat ohnehin kaum respektieren und zweitens ihre eigenen Lebensgewohnheiten über die hiesigen Gepflogenheiten stellen: Roma-Großfamilien. Türkische Sippen. Araberclans. Muslimische Glaubensgemeinschaften in Moscheevereinen. Zumindest bei den Letztgenannten läuft Laumanns Trinkempfehlung ohnehin ins Leere – Sprenggläubige Koran-Anhänger sind weder große Bier- noch Schnapstrinker. (DM)