Auch bei Continental tausende Jobs weg: Die Klima-Planwirtschaft zerstört Deutschland

Die Zukunft des Industriestandorts Deutschland (Foto: Imago)

Die politisch organisierte Zerstörung von Deutschlands letzter verbliebener großer Schlüsselindustrie mit Weltrang und -geltung schreitet mit Siebenmeilenstiefeln voran, und Corona-bedingt purzeln die Beschäftigtenzahlen noch schneller als schon vor der Krise. Immer mehr Werke von Zulieferern machen dicht – aktuell ist es der Reifenhersteller Continental, der nach Regensburg nun auch die Standorte in Aachen und Karben schließt. 4.800 Jobs fallen weg.

Weil sich all dies wie in Zeitlupe vollzieht und die Einschläge in „homöopathischen Dosen“, nie zu sehr gehäuft auftreten, realisieren die meisten Deutschen (die der Bundesregierung allen Ernstes konzedieren, eine „solide“ oder gar „gute“ politische Arbeit zu machen) gar nicht, wie unausweichlich diese einst große Industrienation auf den Abgrund zugesteuert wird. Kurzarbeitergeld für rund 6 Millionen Arbeitnehmer, anhaltende Augenwischerei über die „Energie-“ bzw. „Mobilitätswende“, und eine durch nichts begründete Fortschrittsgläubigkeit bei gleichzeitigem dogmatischen Klima-Pessimismus verhindern eine realistische Rezeption der Situation.

So bleibt es, neben vereinzelten ungeliebten Propheten im eigenen und politisch sogleich diskreditierten Rufern in der Wüste, den wenigen hierzu befähigten UND couragierten Führungspersönlichkeiten im Land vorbehalten, die Dinge schonungslos beim Namen zu nennen – meist dann zwar erst, wenn die eigenen Unternehmen betroffen sind, doch immerhin überhaupt. Aktuell ist es Continental-Aufsichtsratsschef Wolfgang Reitzle, dem die Hutschnur reißt.

Fritz Vahrenholdt - Unerwünschte Wahrheiten - Was Sie über den Klimawandel wissen sollten
Fritz Vahrenholdt – Unerwünschte Wahrheiten – Was Sie über den Klimawandel wissen sollten – Kopp Verlag – 25,00 Euro

Arrogante und zynische Reaktion von SPD-Weil

Reitzle warf der Politik eine erhebliche Mitschuld am weitreichenden Stellenabbau des Konzerns vor und redete (erfrischend anders als grüngewaschene Konzernlenker wie etwa Siemens-Boss Jo Kaeser auf den Kanzlerinschleimspur) gnadenlos Tacheles: „“Man zerstört politisch die Autoindustrie, die ja noch 99 Prozent ihrer Wertschöpfung durch Autos mit Verbrennungsmotor generiert“, zitiert „n-tv“ Reitzles Aussagen gegenüber dem Nachrichtenportal „The Pioneer“;
Hersteller und Kunden würden in die „noch nicht wirklich marktreife E-Mobilität“ getrieben, der Verbrenner „diffamiert“. Als Folge würden dann eben Fabriken geschlossen und Jobs gekillt.

Wie verblendet dieses von ahnungslosen Bürokraten, ideologiedurchsetzten Berufspolitikern und wirtschaftsfeindlichen Dirigenten beherrschte Land tickt, das bewies auf Reitzles schonungslose Kritik hin postwendend der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD): Er stellte die hanebüchene These auf, die Autoindustrie, auch die Zulieferer, hätten „zu spät auf den Strukturwandel reagiert„. Politisch ohne jede Not herbeigeredete Transformationsnotwenigkeiten und quasi über Nacht planwirtschaftlich beschlossene Alleingänge haben allerdings nichts mit Marktveränderung zu tun, deren frühzeitige Wahrnehmung die Aufgabe erfolgreicher Unternehmen ist; hierbei handelt es sich eher um Willkürmaßnahmen, die Planungssicherheit für Unternehmen zerstören – mit den jetzt zu beobachtenden Folgen. Der „Strukturwandel“ ist nämlich noch nicht da, er ist nur politisch beschlossen – so wie die einseitige sklavische Festlegung auf Elektromotoren mit Akkus statt auf die Brennstoffzelle. Die Verbraucher hat man nicht gefragt. (DM)