Giga-Flop „Energiewende“: Verdämmungs-Irrsinn ohne jeden Nutzen

Hochsubventioniert Unfug: Dämmungsarbeiten (Foto:Imago/Lucas)

Ein weiteres Milliardengrab tut sich im Zuge der Energiewende und klimapolitischen Geisterfahrt der Bundesrepublik auf, dessen Dimension womöglich noch die finanziellen Dimensionen, die beim Kampf für „Klimaneutralität“ in der Stromerzeugung und Mobilität ausgegeben wurden, in den Schatten stellt: Über eine halbe Billion Euro sind seit 2010 in die Dämmung von Gebäuden geflossen – fast ohne irgendeinen messbaren Effekt.

Der Hauptgrund liegt in einer Art Rückkoppelungseffekt, der bemerkenswerterweise von den politischen Architekten der „klima- und enegieneutralen Gebäudesanierungen“ nicht berücksichtigt worden waren: Nämlich genau am Eintreten dessen, was Klimaschützer als wissenschaftliche Tatsache dogmatisch beschwören – einer kontinuierlichen Erwärmung, die sich vor allem in milden und wärmeren Wintern bemerkbar macht.

Genau diese moderaten Winter – und damit das Wetter – war verantwortlich dafür, dass es im vergangene Jahrzehnt einen CO2-Emissionsrückgang von 20,7 Prozent im Wohngebäudesektor gab. An Verdämmungsmaßnahmen jedenfalls lag es nicht: Diese   trugen einer aktuellen Studie des Berliner Wirtschaftsforschungsinstituts DIW sowie des Essener Energie-Dienstleisters Ista zufolge, über die „Focus“ berichtet, gerade einmal um schlappe 2,6 Prozent zur CO2-Reduktion von Gebäuden bei; zuletzt ist der CO2-Ausstoß im Gebäudesektor sogar wieder kräftig gestiegen. Experten sprechen von gigantischen Fehlinvestitionen: Eine ungeheuerliche Summe von 496 Milliarden Euro, die in den Zehnerjahren in „energetische Gebäudesanierung“ floss, fehlte dafür in Infrastrukturmaßnahmen und sozialen Bedarfsfelder und wurde praktisch komplett sinnlos verbraten.

Verdämmen wie bekloppt – ohne Effekt

Interessant ist, dass die Klimaschützer, die die „CO2-Neutralität von Gebäuden“ durch eine regelrechte Verdämmungsbesessenheit, die bei geförderten Bestandssanierungen sowie bei Neubauten durchschlug, an ihre eigenen Prognosen nicht zu glauben schienen: Denn die Berechnungen für die Vedämmungseffekte gingen von gleichbleibend kalten Winter auf Basis von Durchschnittswerten der vergangenen 20 Jahre aus; glaubt man jedoch an die steile (und keineswegs unfehlbar erwiesene) These vom überwiegend menschgemachten Klimawandel, dann verringert das bereits in die Atmosphäre geblasene CO2 zu einem beträchtlichen Teil den Heizbedarf – womit auch weniger Wärmeabstrahlung durch Verdämmung zurückgehalten werden muss.

Die FDP, die im Bundestag ein eKleine Anfrage zu den Studienergebnissen gestellt hatte, spart nicht mit Kritik: „Die Bundesregierung verbrennt Milliarden völlig wirkungslos im Klimaschutz. Die Kosten für diese verfehlte Politik tragen die Mieter.“ Die GroKo habe am Ende nur Geld, Zeit und Vertrauen verschwendet. (DM)