Comeback der Nationalstaaten dank Corona und anderer Krisen

Foto: Von Alexandros Michailidis/Shutterstock

Nicht nur am Oberrhein, im deutschen Drei-Länder-Eck mit der Schweiz und Frankreich, machen derzeit interessante Schlagzeilen die Runde. „Wandel bei Elsass-Tourismus“ war etwa in der Kehler Zeitung, die an der Grenze zum EU-Standort Strassburg erscheint, jetzt zu lesen.

Von Hans S. Mundi

Gemeint ist darin eine Umorientierung von Ansprache und Angebot, da dank Corono-Abschottungen selbst der grenznahe Zwei-Länder-Tourismus zwischen Deutschen und Franzosen nun nicht mehr so richtig funktioniert. Die Franzosen und ihre politischen Gremien wollen sich nun verstärkt wieder dem Inlands-Tourismus widmen. Wer die Sprachgrenzziehung der Franzosen kennt, der weiß, dass nun die gerade im Elsass meist etwas mühsam simulierte Weltoffenheit nun wieder verstärkt dem leichten Hochmut der Franzosen weichen wird. Man spricht französisch, ihr Ausländer! Frankreich den Franzosen!

Die Griechen verlassen sich nur noch auf sich selbst

Es findet derzeit unter verschiedenen Vorzeichen eine Re-Nationalisierung der EU-Staaten statt, die vor allem dank der Corona-Restriktionen ungewollte Schübe in der politischen Nationalstaaterei veursacht. Griechenland steht da wie ein Symbol des Scheiterns, mitten im Schicksalsjahr 2020. Immer wieder waren die Hellenen heftigen Attacken und Provokationen des islamistischen Führers Erdogan ausgesetzt – außer ein paar Kriegsschiffen der Franzosen war von der EU nichts zu sehen – nur die ewig heiße Brüsseler Luft oder Winzkommentare unseren außenpolitischen Zwergministers Maas verpufften überm Mittelmeer. Die Griechen wissen inzwischen ganz genau, dass nur sie sich auf sich selbst verlassen können, wenn es kritisch wird. Ein Signal, dass überall ankommt. Polen, Ungarn oder Tschechien weichen daher schon lange nicht mehr von ihrem EU-kritischen Kurs ab und halten sich den politisch korrekten Meinungsmüll der Brüsseler Besserwessis so weit es geht vom Leib.

Niemand will mehr noch diese EU

Die deutsche Bruchpilotin Ursula von der Leyen, die bereits die einst stolze Bundeswehr endgültig geschrottet hat und ihrem Schrottprogramm noch Millionen an Beraterkosten hinterher warf, will nun für die EU einen neuen Migrationspakt schmieden – was freilich seit Merkels 2015er Totalwahn nur noch crashen kann. Niemand nimmt den Verteilungsquatsch bezüglich der meist jungen und männlichen Wirtschaftsflüchtlinge und Weglauf-Hasardeure noch als „humane“ Lösung wahr. Niemand will in der EU auch solche importierten Zustände wie in den französischen Banlieus oder wie in Berlin-Kreuzberg oder Essen oder Frankfurt, wo es dank unkontrollierter Zuwanderung zu Clan-Herrschaften samt Bandenkriminalität sowie immer mehr Gewalttaten gegen die angestammte Bevölkerung kommt.

Paul Coleman - zensiert - Wie europäische Hassrede-Gesetze die Meinungsfreiheit bedrohen - Kopp Verlag 18,00 Euro
Paul Coleman – zensiert – Wie europäische Hassrede-Gesetze die Meinungsfreiheit bedrohen – Kopp Verlag 18,00 Euro

Kommt der Crash der EU bald mit lautem türkischem Knall?

2020 wird das Schicksalsjahr der politischen Europäer, denn auch der Kulturkampf zwischen der EU und den britischen Brexit-Verhandlern wird das Brüsseler Wahngebäude zum Jahresende noch mehr ins Schwanken bringen. Die deutsche Ratspräsidentschaft präsentiert sich als die ewige Merkelsche Heißluft, man will überall verhandeln, während es überall immer immer dramatischer, schlimmer und schlechter wird. Die EU könnte im kommenden Jahr in ihren Grundfesten erschüttert werden, nämlich wenn der Brexit zum lauten Türenknall der Briten wurde und Erdogans osmanische Träume in weitere Kriege münden, wie in Syrien oder jetzt in Berg-Karabach. Dem Fanatiker Erdogan ist alles zuzutrauen, gerade auch am Mittelmeer, vor allem leider auch ein Mehrfrontenkrieg, wie ihn Hitler einst führte. Die Griechen werden deshalb weiter hochrüsten, denn in der EU ist niemand mehr sicher, rette sich, wer kann. Brüssel, du magst nun ruhig sein, der europäische Gesamtstaat ist nur noch eine Fata Morgana….