Nach linksradikaler Denunzierung: Mannheimer Stadtwerke feuern Geschäftsführer

Antifa-Linksterrorismus im Auftrag der Politik? (Foto:Collage)

Neuester Fall von Kontaktschuld und politischer „Hygienemaßnahmen“ bei der Ausmerzung unliebsamer Gesinnungen: Der Geschäftsführer des Mannheimer Planungsunternehmens MVV Regioplan, einer Tochter des kommunalen Energieversorgers und Verkehrsbetriebsunternehmens MVV Energie AG, wurde gefeuert, nachdem ihn die Antifa durch ein angeblich „kompromittierendes“ Foto zum Abschuss freigegeben hatte. Der Fall zeigt, wie effizient Behörden und militante Linksradikale inzwischen Hand in Hand bei den politischen Säuberungen zur Etablierung des Neuen Linksstaats zusammenarbeiten.  

Das ältere Foto unbekannten Entstehungsdatums zeigt den aus Kaiserslautern stammenden Geschäftsführer Markus P. als „Alter Herr“ seiner Studentenverbindung „Normannia zu Heidelberg“ mit einem Bierkrug, während ein neben ihm sitzender Mann (also nicht P. selbst) die Hand anscheinend zum Hitlergruß erhebt. Dahinter steht noch ein behelmter dritter Burschenschafter. Ohne irgendwelche Details zum Foto zu kennen – wann, wo, in welchem Rahmen dieses entstand, in welcher Beziehung P. zu dem „Armrecker“ stand, ob es sich überhaupt um einen Hitlergruß handelte, vielleicht ja nicht auch um einen römischen Gruß oder unglücklichen Schnappschuß? – sah die MVV sogleich rot (bzw. braun) – und entließ P. prompt.

Das eigentliche, das wahre „Verbrechen“ des geschassten Geschäftsführers bestand freilich eher darin, wohl überhaupt Mitglied der traditionsreichen (1890 gegründeten) pflichtschlagenden Studentenverbindung Normannia zu Heidelberg gewesen zu sein. Die Aktivität der Vereinigung hat sich inzwischen aufgelöst, nachdem es dort im August bei einer Verbindungsfeier zu einem „Skandal“ kam, als eine Schlägerei mit einem Gast in antisemitischen Beschimpfungen ausgeartet sein soll, zumindest wurde dies behauptet. Und obwohl bei dem Zwischenfall Alkohol höchster Drehzahl im Spiel war, wurde sogleich der Staatsschutz aktiv; 10 Polizisten rückten an, gegen 8 Normannia-Altherren wird ermittelt. Nicht jedoch offenbar – das ist entscheidend – gegen P. Das ihn belastende Archivbild hat mit dem jüngsten Vorgang überhaupt nichts zu tun.

Burschenschaften pauschal als Naziverbände kriminalisiert

Zur Vorverurteilung P. genügte jedoch seine bloße Zugehörigkeit zur Normannia; denn in einem Land, das seinen 30. Einheitsfeiertag ohne Nationalflaggen begeht und alle Elemente seiner ruhmreichen Vergangenheit zusammen mit den Abgründen seiner Geschichte unterschiedslos in den Orkus einer kulturmarxistisch-steinzeitlichen Selbstverteufelung niedertritt, gelten Burschenschafter, Heimatliebende und Patrioten ohne Ausnahme als Rechtsextrem und toxisch.

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Auf die Fährte der direkt neben dem Heidelberger Schloss lokalisierten Verbindung hatte die Ermittler bereits vor mehreren Jahren die übliche Denunzianten-Kamarilla linksfaschistischer Aktivisten gelockt, die im Rhein-Neckar-Delta als besonders ambitioniert berüchtigt sind. Bereits 2000 war es zu linken Anschlägen auf das Verbindungshaus gekommen, Mitglieder und Altherren wurden wiederholt bedroht. 2013 forderte dann die örtliche Antifaschistische gemeinsam mit dem DGB,  Gastwirte in Heidelberg sollten „Burschenschafter in Coleur (sic!) nicht bedienen“. Das Magazin „Ruprecht„, Studentenzeitung jener altehrwürdigen Heidelberger Ruprecht-Karls-Universität, in der auch die Normannia ihren Ursprung hatte, war darüber jedenfalls ganz verzückt. Mit Nazi-Methoden scheinbare Nazis zu bekämpfen – das hat beste deutsche Tradition.

Und auch jetzt war es wieder ein linkes Untergrundportal im Netz, das die Hexenjagd auf den MVV Regioplan-Geschäftsführer einläutete und die Maßnahmen zu seiner bürgerlichen Vernichtung ergriff: Auf der militanten Antifa-Plattform „Indymedia“ (Eigenmotto: „Don’t hate the media, become the media“) wurde das belastende Foto Priens eingestellt:

(Screenshot:“Indymedia“)

Die rückgratlose und opportunistische MVV unter ihrem Aufsichtsratschef und Mannheimer SPD-Oberbürgermeister Peter Kurz, die die sich dem im Merkeldeutschland 2020 üblichen Meinungsterror sofort beugte oder gar aktiv anschloss, beeilte sich, ihrer selbstauferlegten Pflicht zur modernen „Gesinnungs-Arisierung“ nachzukommen: Vorgestern stellte sie P. frei, gestern entließ sie ihn. Natürlich nicht ohne die üblichen, inzwischen per Copy-Paste verwendbaren Versatzstücke der modernen PC-Compliance: Das Unternehmen dulde „keinerlei Nähe zu rechtsradikalen Positionen„, und die MVV stehe „für Toleranz, Vielfalt und Gerechtigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft„, so ein Unternehmenssprecher. Gut gephrast, Löwe!

Die Frage ist allerdings, inwieweit die auf einem Archivbild dargestellte räumliche Nähe zu jemandem, der (sofern überhaupt mit Absicht) einen Hitlergruß zeigt, auf eine geistige Nähe schließen lässt. Wäre dies so, dann dürfte sich künftig kein Politiker mehr zur selben Zeit am selben Ort mit einem politisch verfemten Oppositionellen oder „umstrittenen“ Kantonisten zeigen – weil er andernfalls zurücktreten müsste. Dann wäre jeder SPD’ler, der irgendwann auf Bildern mit Thilo Sarrazin zu sehen war, nach eigener Logik ein „Rassist“, oder ein Kinderpornofreak, wer je mit Sebastian Edathy posierte. Für den tabuisierten Kontakt zu AfD’lern gilt das totalitäre Abstandgebot bereits seit längerem; wer etwa privat mit Jörg Meuthen eine Tasse Kaffee trinkt, verliert seine berufliche Existenz – wie etwa vergangenes Jahr der Chef der Hessischen Filmförderung, Hans-Jörg Mendes.

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Die „Rhein-Neckar-Zeitung“ (RNZ) als zuständige Lokalzeitung, die über den „Skandal“ und die Personalentscheidung berichtete, hatte kein Problem damit, „Indymedia“ zu zitieren und deren Darstellung mehr oder weniger ungeprüft zu übernehmen – statt einmal die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichteten, offen verfassungsfeindlichen und gewaltverherrlichenden Inhalte dort kritisch zu studieren. Im Gegenteil wurde die linksradikale Kriminellen-Plattform von der RNZ gar als „linke Medienplattform“ benannt und so vorsätzlich verniedlicht. Zeitungen, die Terroristen wie seriöse Quellen behandeln: So tragen indirekt die Vertreter der Meinungsfreiheit zu deren Beseitigung bei. (DM)