„Corona-Psychopath“ Söder oder: Wollt Ihr den totalen Lockdown?

Markus Söder - Macher im Dauer-Flop-Modus (Foto:Imago/Simon)

Während immer weniger Menschen an Corona sterben, dreht Markus Söder immer mehr durch: Der bayerische Ministerpräsident hat jede Bodenhaftung und kritische Selbstreflexion eingebüßt. Von Tag zu Tag werden seine mantraartig auf Facebook mitgeteilten, selbstgerechten Parolen und Einschüchterungen penetranter.

Die Selbstinszenierung als großer Saubermann der Pandemie ist schon deshalb absurd, weil Söders Bayern Spitzenreiter der Neuinfektionen ist – und er somit, nach eigener Logik und unter Anlegung seiner Maßstäbe, der größte politische Versager im Land ist – der bizarrerweise selbst den Beleg für die offensichtliche Wirkungslosigkeit seiner Hardliner-Beschlüsse ist, wie das tiefblau eingefärbte Bayern auf der Deutschlandkarte zeigt:

Quelle:RKI

Was den CSU-Chef freilich nicht abhält, auch bundesweit den Humbug zu fordern, den er im eigenen Staat den Bürgern zumutet: So preschte er am Wochenende wieder einmal mit dem Ansinnen vor, einheitliche Bußgelder für Verstöße gegen die Maskenpflicht zu fordern – 250 Euro pro Fall. Und das, obwohl gerade die Bundesländer, die bisher solche Bußgelder überhaupt nicht verhängen, die wenigstens Fälle aufweisen, insbesondere Sachsen-Anhalt. Besonders pervers: Söder drohte unverhohlen für den Fall, dass dies nicht geschehe, mit einem „zweiten Lockdown„.

(Screenshot:Facebook)

Anscheinend hinterfragt kein deutsches Leitmedium mehr, wie solche Drohungen aus dem Mund von Spitzenpolitikern mit den Aussagen der Regierung, namentlich von Gesundheitsminister Jens Spahn, zusammengehen, der wörtlich erklärt hatte, „mit dem Wissen von heute“ sei der Lockdown „nicht nötig gewesen„. Wer nun also lügt hier? Damals Spahn – oder jetzt Söder? Wieso sollte der zweite Lockdown drohen, wenn schon der erste nicht nötig war? Immer mehr Deutschen dämmert, dass hier etwas gewaltig stinkt; kein Wunder, dass die Hashtags „#werstopptSöder“ oder schlicht „#StopptSöder“ rege Zunahmen verzeichnen.

Abgesehen davon, dass vor allem durch das aktive Zutun Söders durch Festlegung auf willkürliche Schwellenwerte (die, wäre es nach diesem bei den „Kanzlerbesprechungen“ im September gegangen, sogar noch niedriger ausgefallen wären, bei 35 oder gar 30 „Neuinfizierten“ pro 100.000 Einwohnern) derzeit Risikogebiete wie Pilze aus dem Boden schießen, die dann bereits „Lockdowns light“ veranstalten: Früher oder später wird die flächendeckende Restriktionspeitsche wieder knallen. Wohlgemerkt: all dies angesichts einer marginalen Letalitätsquote, die nicht nur in groteskem Missverhältnis zu den Sterbezahlen aus sonstigen Ursachen steht, sondern sogar wieder rückläufig ist:

Quelle:RKI

Eine Entkopplung hat hier offenkundig nicht bloß stattgefunden zwischen den „Neuinfizierten“ und den hospitalisierten Covid-Krankheitsfällen, sondern auch zwischen den nüchternen Fakten und dem geistigen Innenleben unserer selbsternannten politischen Corona-Krisenmanager. Söder steht nicht alleine da. Sein Kollege Kretschmann aus Baden-Württemberg tickt ähnlich. Das lässt sich einem besorgniserregenden Satz entnehmen, den er tatsächlich diese Woche sagte und der jedem wahren Demokraten zu denken geben sollte: „Ich erwarte von den Bürgern, dass sie aus Verantwortungsbewusstsein nicht mehr alles machen, was sie noch dürfen„. Einfach nochmal lesen und nachdenken: „was sie noch dürfen„. Es gilt das – leicht abgewandelte – Bibelwort: An ihren Worten sollt ihr sie erkennen… (DM)