Es geht wieder los: Kliniken bereiten sich auf Absage von Operationen vor

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Eschweiler – Was ist schon Krebs, was ist schon eine schwere Lungenentzündung. Es gibt ja Corona und die Behandlung kostet immerhin 10.000 Euro – mindestens

Die deutschen Kliniken bereiten sich auf die Absage von Operationen vor, um einen möglichen Ansturm von Corona-Intensivpatienten bewältigen zu können. „Alle großen Krankenhäuser haben die Pläne in der Schublade“, sagte Uwe Janssens, Chef der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) am Montag. Gleichzeitig äußerte er Sorge bezüglich der personellen Ausstattung auf Intensivstationen.

An dieser habe sich seit dem Frühjahr „wenig getan“. Auf die Frage an die Politik, woher ausreichend Personal kommen solle, habe man keine Antwort bekommen. Besser als im Frühjahr sei hingegen jetzt die Verfügbarkeit von persönlicher Schutzausrüstung für die Bediensteten, so Janssens.

Um mehr Personal verfügbar zu machen, könnten innerhalb von 24 bis 72 Stunden Operationen abgesagt werden. Die dann freiwerdenden Anästhesisten hätten auch eine passende Ausbildung für die Arbeit auf einer Intensivstation, sagte der DIVI-Chef.

Klingt doch alles wieder nach Kollateralschäden und jede Menge Tote – die aber nicht an Corona gestorben sind. (Mit Material von dts)