Gemeingefährliche Panikmache: Lauterbach faselt von 50.000 zusätzlichen Todesfällen bis Weihnachten

Goldene Zeiten für Karl Lauterbach - dreist kommt weiter (Foto:Imago/Leber)

Wenn „De-Platforming“, also die Verbannung einer Person aus der Öffentlichkeit, je Sinn gemacht hat, dann bei einem, der seine Meinungsfreiheit und vor allem die ihm weiterhin unbegreiflicherweise gewährte Medienpräsenz nutzt, um haarsträubende Horrorszenarien ins Volk zu tragen: Die Rede ist wieder einmal von Karl Lauterbach.

Die neueste Schnurre dieses „Gesundheitsexperten“, der vor allem Experte für Panikmache, Hysterisierung und Verunsicherung der Bevölkerung ist, gab er gestern im „Bild“-Live-Interview zum Besten: Da die Reproduktionszahl (R-Wert) „bei 1,3 bis 1,4 steht“, würde für den Fall, dass sich die Infektion weiter so ausbreitet, indem man „alles laufen ließe“ (Lauterbach), bis Weihnachten eine zusätzliche Zahl von 50.000 Toten zu beklagen sein. Es sei „wichtig, dass das jeder Zuschauer kapiert“, so Lauterbach in der ihm eigenen verschrobenen Arroganz.

Noch wichtiger ist, dass jeder Zuschauer etwas anderes kapiert: Dass nämlich so sicher wie das Amen in der Kirche bis Weihnachten statistisch auf jeden Fall rund 150.000 Tote zu beklagen sein werden – denn soviele Deutsche sterben in zwei Monaten auch ganz ohne Corona, ohne Pandemie und ohne jede Söder/Merkel/Lauterbach-Apokalyptik.

Sie sterben an anderen Krankheiten, Infarkten, Altersgebrechen, natürlichen Ursachen, Unfällen und Selbstmorden, ohne dass sich darum irgendeiner je groß gekümmert oder darüber gar die wirtschaftliche Selbstverbrennung und Lahmlegung eines Industriestaates gefordert hätte (nebst Knechtung des gesamten Volkes unter die Maske und Kontaktverbote). Die Frage ist nur, wieviele dieser regulären Toten uns auch weiterhin als „Corona-Tote“ präsentiert werden – denn wie dies statistisch („an und mit“ bzw. „in Verbindung mit“) abläuft, wissen wir inzwischen zur Genüge.

Lauterbachs unhinterfragte Widersprüche

Lauterbach meint jedoch tatsächlich Covid-Härtefälle, die er auf Basis der steigenden „Neuinfektionen“ ermittelt hat („ich habe selbst Berechnungen angestellt„). Was die Frage aufwirft: Was brachten denn eigentlich all die von Lauterbach das ganze Jahr über propagierten AHA-Maßnahmen, wenn es jetzt alles durch die Decke geht? Was will der Mann eigentlich – dass die Deutschen sofort in einen noch schärferen Lockdown gehen, Ausgangssperre für alle?

Kein Wort von ihm natürlich dazu, dass die R-Zahl anhand der neuen Inzidenzen positiv Getesteter überhaupt nicht zuverlässig ermittelt werden kann, weil es sich bei den „Fallzahlen“ zu über 99 Prozent um das Ergebnis von Massentests gänzlich symptomfreier Personen handelt. Kein Wort davon, dass diesmal, anders als im Frühjahr, die Kurve der Erkrankten allenfalls linear ansteigt, nicht jedoch exponentiell, und insofern von den Infektionen abgekoppelt ist. Und auch kein Wort davon, dass die per fehlerbehaftetem PCR-Labortest ermittelten Fälle zu einem unbekannten Anteil entweder falsch-positiv sind oder es sich dabei häufig um Personen handelt, die irgendwann schon einmal, ohne es zu wissen, Corona hatten.

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Das alles lässt Lauterbachs Fürchtemacherei nicht nur unseriös und unverantwortlich erscheinen. Es wirft auch die Frage auf, wieso gerade diesem Profilneurotiker und Schwarzseher fast täglich eine Bühne für seine Auftritte und Aussagen gibt, die geeignet scheinen, jeden zweifelnden Lebensmüden endgültig in den Suizid zu treiben.

Aber es kommt noch schlimmer: Lauterbach kann sich angesichts der angeblich schrecklichen Corona-Entwicklung nicht mal mehr normale Weihnachtszeit vorstellen. „Unbeschwerte Weihnachten gibt es garantiert nicht. Das muss man ehrlicherweise zugeben und das hat nichts mit Panikmache zu tun“, sagte Lauterbach in der „Bild“-Sendung „Die richtigen Fragen“. Nein natürlich nicht.

Vielleicht aber bezieht sich der Kasperle auch auf diese Zahlen:

58.000 Tote jährlich durch falsche Medikamente.(DM)