Kein Süßes, nur Saures: Jetzt fällt auch Halloween dem Corona-Wahn zum Opfer

Das große Niedermähen des sozialen, kulturellen und Freizeitlebens geht weiter: Nachdem Ostern, Sommerurlaub und Oktoberfeste ins Wasser fielen, jetzt auch der weltberühmte Nürnberger Christkindl-Markt gecancelt wurde, absehbar Weihnachten bzw. Silvester und sogar schon Karneval im nächsten Frühjahr nicht stattfinden werden, sollen nun auch die Festivitäten gekillt werden, an denen die Jüngsten Spaß haben: Halloween soll dieses Jahr ausfallen.

Damit ist dann ausgerechnet die Altersgruppe von den verschärften Extremmaßnahmen betroffen, die eigentlich das geringste Erkrankungs- und ein bis heute nicht geklärtes Ansteckungsrisiko trägt – die der Schulkinder. SPD-Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat sich dafür ausgesprochen, Halloween in seiner traditionellen Form mit Klingeltouren von Haustür zu Haustür in diesem Jahr wegen des Corona-Risikos ausfallen zu lassen.

„Auch wenn das für Kinder und Jugendliche sehr traurig ist, aber Halloween, so wie sie es kennen, das geht in diesem Jahr nicht“, so Giffey in gewohnter Regierungs-Apodiktik gegenüber der „Welt„. In Gruppen nämlich von Tür zu Tür zu laufen und Süßigkeiten zu sammeln, dafür sei „aktuell nicht die Zeit“. Diese Phrase – „das ist nicht die Zeit“ – muss in letzter Zeit so ziemlich für alles als große Ausrede herhalten; ob zur Absage von CDU-Parteitagen (als Generalsekretär Paul Zimiak dieselbe Phrase bemühte), Bordellbesuche oder Live-Fussball.

Ob irgendwann für all das überhaupt jemals wieder „die Zeit ist“, das darf inzwischen getrost bezweifelt werden. Der kulturmarxistische Umbruch, als dessen großer Brandbeschleuniger gilt, trifft zunehmend Traditionen – auch wenn es sich bei Halloween eigentlich um einen US-Reimport irischer Allerheiligenbrauchtums handelt, den es ursprünglich in Deutschland gar nicht gab. Dennoch gehört das Fest jährlich zu den Highlights für Kids im Jahreskreis – und auch diese Freude soll ihnen noch genommen werden.

Hof-Mediziner raten zu jedem Schwachsinn

Das Risiko, dass beim „Trick or Treat“-Haustürpilgern das Virus übertragen werden könne, sei laut Giffey dabei zu groß. Die Ministerin schloss sich damit – so „dts Nachrichtenagentur“ – einer Forderung der Kinder- und Jugendärzte an, die zu dem Verzicht auf Umzüge am Abend des 31. Oktober geraten hatten. Natürlich wurden hier wieder handverlesen speziell alarmistische  Ärztevertreter gehört, die zu dem raten, was die Regierung in ihrer Hysterisierungspolitik hören will.

Giffey sagt ernsthaft: „Ich bin sicher: Wenn wir das den Kindern gut erklären, dann werden sie es auch verstehen“. Da irrt sie gewaltig: Niemand, der bei klarem Verstand ist, versteht dieses Mumpitz noch – auch Erwachsene nicht: Wieso sollten Kinder, die typischerweise im Freien und VOR der Haustüre auf ein paar Süßigkeiten warten, plötzlich zu Superspreadern werden?

Immer hin hat Giffey Tips für ein häusliches Ersatzprogramm: Man müsse ja nicht ganz auf Halloween verzichten, denn „zu Hause, im kleinen Kreis, kann das Verkleiden und Naschen auch Spaß machen.“ Vielleicht können die Kids dann ja zuhause das Maskentragen im Freien weiter üben – und Antidepressiva naschen. (DM)