Das Oberkommando der Corona-Wehrmacht gibt bekannt: Lockdown ab Montag

Die Beschlüsse der heutigen Bund-Länder-Konferenz bestätigen die schlimmsten Befürchtungen: Die (selbst von Experten und zuletzt dem RKI für sinnlos erachtete) Schließung der Gastronomie kommt, dazu Kontaktverbote wie im Frühjahr (mit der zusätzlichen Verschärfung der Maskenpflicht im Freien), und die Zerstörung der Innenstädte geht in die Endphase.

Bei den Beschlüssen zum Einzelhandel erlitten Merkel & Co. von der Hardliner-Fraktion zwar einen Dämpfer – nach der ursprünglichen Vorlage des Bundes wäre nur ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche erlaubt gewesen, nun sind es einer pro 10 Quadratmeter. Immer noch genug, die Branche zu ruinieren, deren Komplettschließung politisch nicht durchsetzbar gewesen wäre. Die Weiteröffnung der Geschäfte ist denn unter anderem auch ausschlaggebend dafür, dass diesmal nur von einem „Lockdown Light“ die Rede ist (neben den Schul- und Kitaöffnungen). Für eine wirksame Zerstörung des Einzelhandels dürfte es trotzdem reichen – zumindest aber für Verkaufsschlangen vor den Geschäften wie zu DDR-Zeiten. Für Merkel wohl ein nostalgischer Moment.

Die völlig willkürliche, wissenschaftlich schlichtweg nicht begründbare Schließung der Gastronomie bestätigt ebenfalls die pessimistischsten Erwartungen: Bereits in der Beschlussvorlage für die Bund-Länder-Runde hatte es geheißen, dass Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen geschlossen werden sollen. Davon ausgenommen soll wohl wie im Frühjahr die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sein. Fakt ist, dass dieser neuerliche Shutdown –  trotz vollmundiger und planloser Umsatz-Ersatzhilfen – den ultimativen Todesstoß für etliche Betriebe bedeutet.

Kontaktbeschränkungen, Gastro-Overkill, Einzelhandels-Schikane

Vor allem jedoch sollen die privaten Kontakte wieder deutlich eingeschränkt werden: Ab Montag sollen sich nur noch maximal zehn Personen aus zwei Hausständen treffen dürfen. Zudem – besonders günstig für migrantische Großfamilien – wird der Aufenthalt in der Öffentlichkeit „nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes“ gestattet. Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden „hart sanktioniert“ werden. Da die Sensibilisierung, die Überwachungs-Infrastruktur und vor allem die Blockwart-Routine vieler durch Angst auf Linie gebrachten „besorgten Bürger“ als Hobbydenunzianten weit größer sind als im März/April, darf hier mit erheblich stärkeren Freiheitsbeschränkungen gerechnet werden als im ersten Lockdown.

Die inhärenten Ungereimtheiten auch dieses neuerlichen Lockdowns hinterfragt – wie schon im März – auch diesmal fast keiner: Wieso dieser etwa zum Beispiel erst ab Montag beginnen soll, wo doch derzeit angeblich die „Fallzahlen“ von Tag zu Tag massiv explodieren und jede weitere Stunde, nach der Logik der herrschenden Alarmisten, weitere Infektionsfälle und -herde bedeutet. Durch die fünf Tage Vorlauf bis zum Start ist anzunehmen, dass am Wochenende nochmal richtig auf die Tube gedrückt wird, inklusive privater Parties und Zusammentreffen.

Letzter Ausweg Generalstreik?

Und auch dass Kitas und Schulen weiter offenbleiben sollen, obwohl die Jüngsten, wenn auch selbst nicht gefährdet, doch als Überträger eine Schlüsselrolle spielen sollen, ist – wenn sich die der Lockdown-Politik zugrunde gelegte Politik selbst ernst nehmen würde – eine Schizophrenie sondergleichen. Das Virus unterscheidet wohl kaum zwischen den „unverzichtbaren“, „systemrelevanten“ Personen und jenen, die dann getrost die Härte der Maßnahmen spüren sollen dürfen.

Letzte Konsequenz müsste jetzt eigentlich ein Generalstreik sein: Da Merkel allen ja bereits „großes Unheil“ angedroht hat, traut sich vermutlich bald keiner mehr zur Arbeit, bzw. sind durch die wiederermöglichten telefonischen Krankschreibungen bereits alle Vorkehrungen getroffen, nach eigenem Ermessen zuhause zu bleiben; wieso sollte sich der Rest dann noch abrackern, mit der Aussicht auf drohende Infektion samt Zwangsquarantäne? Und einen Feierabend gibt es eh nicht mehr, wo alle Freizeitaktivitäten gekillt sind (Amateursport, Veranstaltungen, Konzerte) – selbst die Bundesliga.

Jedenfalls sind nun alle Weichen gestellt, Deutschland endgültig auf Grundlage einer kollektiven Hysterie an die Wand zu fahren. Der Letzte knipst das Licht aus – im Zweifel macht das die Gottkanzlerin dann selbst. (DM)