Wie Merkel und Söder ein Denunziantenparadies erschaffen

Denunziant (Symbolbild: shutterstock.com/Von Phovoir)

Die Merkel-Regierung fördert die dunkelsten Seiten der Menschen zutage: Während im Frühjahr „nur“ 24 Prozent der Deutschen bereit waren, ihren Nachbarn bei „Corona-Verstößen“ Behörden zu melden, sind nun – nach maximaler Angstmacherei und Hetze auf „Corona-Leugner“ – mehr als 33 Prozent bereit, sich als Denunzianten zu betätigen und Mitmenschen – am besten anonym – bei der „Corona-Polizei“ zu verpfeifen. 

Die von der Merkel-Regierung in Kumpanei mit den Systemmedien betriebene Corona-Panik, verbunden mit Diffamierungskampagnen und offener Hetze gegen Kritiker der staatlichen Corona-Maßnahmen, spült immer mehr Mitmenschen mit miesesten Charaktereigenschaften an die Oberfläche.

Während im Frühjahr eine Mehrheit der Deutschen – nämlich 64,8 Prozent – bei einer Umfrage des Civey Instituts angaben, Nachbarn bei sogenannten „Corona-Verstößen“ auf keinen Fall bei den Behörden – auch nicht anonym – melden zu wollen, hat sich die Bereitschaft, seinen Nächsten zu denunzieren, laut dem Focus deutlich erhöht. Mehr als 33 Prozent würden im aktuellen Corona-Hype ohne mit der Wimper zu zucken ihren Nachbarn bei Merkels Corona-Polizei verpfeifen, gäbe es eine umfängliche Möglichkeit, diese charakterliche Niederung auch noch anonym ausleben zu können.

Diesen widerwärtigen, menschlichen Charakterzug befeuerte Bayerns Hardcore-Coronakämpfer Markus Söder, indem er die Bevölkerung dazu aufrief – ähnlich wie bei Ruhestörungen – „entsprechende Hinweise“ bei Corona-Vergehen weiterzuleiten. Ein ähnlich perverses Ansinnen brachte im Sommer Claude Marx, Direktor der Finanzaufsicht in Luxemburg unters Volk. Er plädierte für ein „Name-and-shame“-Register. In diesem würden nicht nur jene Bürger aufgeführt werden, die gegen Corona-Auflagen verstoßen, sonder auch noch die ihnen auferlegten Corona-Strafen öffentlich gemacht werden.

Diese niedrigen menschlichen Instinkte, diese Verkommenheit Einzelner wollten sich nicht nur luxemburgische Funktionsträger zu nutze machen. Dieses abartige Ansinnen wurde im Corona-hörigen Deutschland bereits im August von der Stadt Karlsruhe und einen Monat später von der Stadt Essen umgesetzt. Auf der Internetseite der SPD-regierten baden-württembergischen Metropole Karlsruhe hieß es: „Möchten Sie uns die Nicht-Einhaltung der Vorgaben der Corona-Verordnung mitteilen? Bitte verwenden Sie hierfür folgendes Formular“. In Essen konnten Corona-Blockwarte auf dem eingerichteten  Denunziantenportal „Corona-Sünder“ komfortabel anonym anschwärzen und sogar Bilder hochladen. Und in der Eifel ist ein Internet gestütztes Denunzianteninstrument gar nicht nötig: Michael Billen, Beigeordneter im Landkreis Bitburg-Prüm zeigte sich gegenüber der FAZ stolz wie Bolle, dass dort „der Nachbar immer mitkontrolliert“.

Im immer totalitärer werdenden Corona-Klima zeigt sich die hässliche Fratze der in vielen schlummernden Blockwartmentalität immer deutlicher. Die Merkel-Regierung hat es längst schon geschafft, das gesellschaftliche Klima hin zu einer Kultur der Denunziation zu vergiften, bei der non-konforme Bürger befürchten müssen, bei kleinsten Verstößen angezeigt und sanktioniert zu werden. Und hierbei ist es dem Denunzianten wie jenen, die dazu aufrufen, völlig egal ob soziale und berufliche Existenzen gefährdet oder gar vernichtet werden. Im Gegenteil: Das staatlich geförderte Denunziantentum legt es geradezu darauf an.  (SB)