Büro statt Home-Office? „Kontakt-Lümmel“ Spahn geht mit schlechtem Beispiel voran

Während die Bundesregierung die Bürger auffordert, Kontakte zu reduzieren wo immer Möglichkeit (Merkel: „Bleiben Sie, wenn immer möglich, zuhause!“) und Jens Spahn die Segnungen des Home-Office anpreist, begibt sich der gerade erst aus der Quarantäne entlassene Gesundheitsminister wieder auf seinen Amtsitz, um dort – umgeben von zahllosen Mitarbeitern – zu arbeiten. Damit führt Spahn seine eigenen Empfehlungen ad absurdum.

Auf Facebook schrieb Spahn gestern wörtlich: „Ab heute arbeite ich wieder aus dem Bundesministerium für Gesundheit. Gestern Abend habe ich im ZDF heute-journal noch ein Interview per Skype gegeben. Angesichts der hohen Infektionszahlen geht es jetzt darum, unsere Kontakte massiv zu reduzieren. Im Frühjahr haben wir es gemeinsam geschafft, die Dynamik zu brechen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das erneut schaffen – wenn wir alle konsequent sind!“

Ein beeindruckender Widerspruch in ein und demselben Post: Denn wenn es wirklich um „massive“ Kontaktreduktion ginge, dann sollte er von seiner Dahlemer 4,2-Millionen-Villa aus arbeiten. Was Spahn hier hingegen praktiziert, beweist, dass er selbst offenkundig entweder gar nicht an die Gefährlichkeit des Virus glaubt – oder er zumindest seit neuestem der Ansicht ist, das Virus sei auf der Arbeit nicht ansteckend.

Dies ist im übrigen ja auch die bizarre Logik, die den aktuellen Lockdown-Beschlüssen zugrundezuliegen scheint: Im Büro, am Fließband, in der Werkstatt oder auf dem Weg zur Arbeit in Bus und Bahn, überall dort soll Corona plötzlich harmlos, das Ansteckungsrisiko vertretbar sein (so wie ja auch in Schulen und Kitas), während es überall dort, wo es so gut wie keine dokumentierte Ansteckungen gab, das Land dichtgemacht wurde. Anscheinend hat dieser Gesundheitsminister die (Un-)Sinnigkeit der eigenen Politik gänzlich verinnerlicht… (DM)