Nächste taktische Trickserei: RKI ändert Corona-Testkriterien

Coronatests im Labor (Foto:Imago/ZUMAWire)

Kaum ist der – von den politischen „Krisenmanagern“ offenkundig lange ersehnte oder gar geplante – zweite Lockdown da, haben die zu seiner Begründung notwendigen Massentests anscheinend ihre Aufgabe erfüllt: Sang- und klanglos fordert das Robert-Koch-Institut nun auf einmal, die bisher anlass- und maßlos durchgeführten Massentests sollten fortan geänderten Vorgaben folgen. Plötzlich soll jetzt nur noch dort getestet werden, wo es notwendig ist – weil die Labore an ihre Grenzen kamen. Zweck ist der fabrizierte Nachweis eines Lockdown-Effekts.

Diese steigende Überlastung der Labore (übrigens massiv zu Lasten sonstiger diagnostischer Verfahren und Probenauswertungen in allen sonstigen medizinischen Bereichen, von denen in Corona niemand mehr spricht) ist nichts Neues und zeichnete sich seit Wochen ab. Wieso wohl wurde aber nicht schon im Oktober die Testpraxis auf die wirklich erforderlichen Fälle reduziert? Die Antwort ist klar: Weil es dann zu sinkenden „Inzidenzen“ gekommen wäre – und die Bundesregierung ihren willkürlichen Lockdown-Wahnsinn womöglich nicht durchgekriegt hätte.

Obwohl die Zahl der Labore und der abzuarbeitenden Proben steigt und steigt, kommen die Corona-Tester immer seltener noch mit der Testauswertung nach. Laut RKI meldeten – wie „n-tv“ berichtet – vergangene Kalenderwoche 69 Labore einen Rückstau von insgesamt 98.931 abzuarbeitenden Proben, zwei Wochen zuvor waren es noch 52 Labore mit 20.799 abzuarbeitenden Proben gewesen. Reagenzgläser, Auswertungsdokumente, Plastikverbrauchsmaterialien und Pipettenspitzen gehen reihenweise aus.

Engpässe und Rückstaus mit Ansage

Deshalb soll nun anders als bisher nicht mehr jeder getestet werden, der nicht bei Drei auf dem nächsten Baum ist, sondern es soll darauf Wert gelegt werden, den Einsatz der Tests „im Hinblick auf den angestrebten Erkenntnisgewinn in Abhängigkeit freier Testkapazitäten zu priorisieren“. Als Ergebnis des – oft unzuverlässigen – PCR-Massentestens war die sogenannte Positiven-Quote binnen zwei Monaten auf das zehnfache hochgeschossen – bei zuletzt ungeheuerlichen 1,6 Millionen Tests in einer Woche, die 191 Labore auf Trab hielten.

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Und jetzt also kommen plötzlich vom RKI ganz neue Töne: Die „Grenzen der Corona-Testmöglichkeiten in Deutschland“ bedingten, dass „je höher die Fallzahlen, desto schwieriger“ es werde, alle Menschen mit Erkältungssymptomen zu testen, so RKI-Vizechef Lars Schaade laut „t-online“ in Berlin. Deshalb nun also die Anpassung der RKI-Empfehlungen an die Ärzte hinsichtlich der Testkriterien. Wie im Frühjahr soll es jetzt wieder verstärkt um die Symptome, die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe und die Wahrscheinlichkeit gehen, dem Coronavirus ausgesetzt gewesen zu sein.

Hintergrund dürfte eher sein, durch solche Maßnahmen den Rückgang der Fallzahlen zu bewirken, der dann als Erfolg der Lockdown-Maßnahmen vermeldet werden kann – womit die angebliche Effizienz „bewiesen“ und bequemerweise gleich der Vorwand geliefert ist, wiederkehrende Lockdowns stets und immer wieder aufs Neue ausrufen zu können. Solche Tricks sind auch notwendig, wo sich weltweit zeigt, dass Lockdowns in Wahrheit überhaupt keinen Einfluss auf die Ausbreitung eines Virus haben, mit dem wir endlich normal leben zu lernen müssen. (DM)