Wegen angeblicher Handgreiflichkeiten bei Querdenken-Demo: Kita-Erzieherin in Halle beurlaubt

Querdenken-Demo Leipzig (Bild: shutterstock.com/Von Iven O. Schloesser)

Weil sie bei der Querdenken-Demo in Leipzig am vergangenen Wochende angeblich in Handgreiflichkeiten verwickelt gewesen sein soll, wurde eine Kita-Erzieherin aus Halle nun „beurlaubt“. Der Arbeitgeber, die Volkssolidarität Saale-Kyffhäuser, von Eltern zur Entlassung der Erzieherin aufgefordert, übt sich in Gesinnungungsprüfung und will den Vorfall nun untersuchen lassen.

Ein Twitter-Video des Social-Media-Dienst soll die Kita-Erzieherin bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung während der Querdenken-Demo am vergangenen Wochenende in Leipzig zeigen. Nach Angaben ihres Arbeitgebers soll sie auf einen Fotografen eingeschlagen haben. In einem weiteren Video sei zu sehen, dass dieser Fotograf jedoch zuvor den Lebenspartner der Erzieherin körperlich attackiert hat, berichtet hierzu der MDR. Verbreitet in den sozialen Medien wurde indes mehrheitlich nur der angebliche „Angriff“ der Frau auf den Fotografen.

Besonders eifrige Eltern der Kita-Einrichtung hatten den Träger über das Video und der Vorfall informiert. „Eine solche Person kann nicht als moralisches Vorbild für Kinder dienen, schlimmer noch: Sie ist eine aktive Gefahr, da ihre Leugnung der Coronapandemie vermuten lässt, dass sie auch während ihrer Berufsausübung fahrlässig mit Hygienevorschriften umgeht“, heißt es in dem betreffenden Schreiben an die Einrichtung. Darin wird die Entlassung der Frau, Partnerinnen Polit-Aktivisten Sven Liebich, gefordert.

Laut der Volkssolidarität Saale-Kyffhäuser gab es von Kollegen und Eltern bislang keine Beschwerden über die Arbeit der Frau. Die Volkssolidarität teilt gegenüber dem MDR mit: „Im Falle des Fehlverhaltens der Frau wird arbeitsrechtlich gehandelt. Andererseits müssen wir der Fürsorgepflicht gegenüber unserer Mitarbeiterin gerecht werden und den Sachverhalt aufklären. Andernfalls laufen wir Gefahr, in die Auseinandersetzung zwischen der extremen Rechten und extremen Linken hineingezogen werden.“

Hat man die „richtige“, die linke Einstellung, dann kann man sehr wohl als verurteilter Linksextremist in einer Kita-Einrichtung als Erzieher arbeiten. Über den betreffenden einschlägig vorbestrafter Stuttgarter Linksextremisten hielt sein Arbeitgeber, die evangelische Kirche, 2018 nach massiven Vorwürfen und Kritik die behütende Hand und entschied, dass der Linksextremist in der Postion als stellvertretender Kita-Leiter die Kinder weiter erziehen darf – er kämpft schließlich für die richtige Ideologie. (SB)