Nur noch Treffen mit 10 Personen erlaubt: Will Spahn jetzt die Bundeswehr in muslimische Wohnviertel schicken?

Nanu, verspricht Bundesgesundheitsminister und Corona-Möchtegerndiktator Jens Spahn hier etwa das Ende der islamischen Parallelgesellschaften in Deutschland an? Die Ankündigung des CDU-Politikers, den gesamten Dezember über (und möglicherweise noch den ganzen Winter über) nur Gruppen von maximal 10 Personen auch im Privatrahmen zu Feierlichkeiten oder Zusammentreffen zuzulassen, trifft – würde die Regierung ihre eigenen Regeln ernstnehmen – vor allem muslimische Mitbürger und osteuropäische Großfamilien.

Deutsche hingegen, bei denen der Corona-Staat gerne und konsequent hart durchgreift, können bei Spahns willkürlicher Obergrenzziehung aus zwei Gründen eigentlich nicht gemeint sein: Erstens halten diese in der übergroßen Mehrheit längst artig und brav, in phobischer Duldungsstarre, an alle Corona-Auflagen (und kommen dennoch nicht auf die Idee zu hinterfragen, wieso dann trotzdem zum Winter plötzlich aus heiterem Himmel die Zahlen explodierten!). Und zweitens sind in der aussterbenden „biodeutschen“ Single- und Kleinfamiliengesellschaft solche Zusammenkünfte sowieso die Ausnahme.

Ganz anders in fast allen „umgekippten“ oder ethnisch segregierten muslimischen Wohnvierteln, vor allem wo große Agglomerationen arabisch- oder auch balkanstämmiger Mitbürger mehr oder minder abgeschieden leben: Hier sind Zusammenkünfte in einzelnen Wohnungen großer Familienverbände, die häufig in Nachbarschaft oder unter einem Dach in Mietshäusern leben, der Regelfall. Würde Spahn seine gestern auf „n-tv“ angekündigte Vorgabe wirklich strikt umsetzen (was er aus infektiologischen Gründen eigentlich müsste!), dann bedeutet das 10-Personen-Limit, dass die Polizei auch in diesen Vierteln die Umsetzung der Kontaktregeln kontrollieren muss – und zwar letztlich an den Haustüren.

Weil die Polizei hierfür niemals genug Kapazitäten hat, bräuchte sie die Amtshilfe der Bundeswehr. Und wem dies absurd erscheint, der muss dann auch die willkürliche Limitierung auf 10 Personen absurd finden, die sich bei einem beträchtlichen und immer schneller wachsenden Teil der Bevölkerung überhaupt nicht durchsetzen lässt. Aber vermutlich meint die Spahn mit seinem Bevormundungs- und Regulierungseifer wieder einmal nur die untertänigen, pflichtschuldigen Kartoffeldeutschen. (DM)