Die unerträgliche Heuchelei der Asozialisten im Fall Giffey

Karl Lauterbach (Foto:Imago/Reichwein)

Alle Daumen hoch für den Edel-Genossen und Supergesundheitsexperten der SPD, Karl Lauterbach. Denn der zeigt klare Kante, wenn es um Lügereien und  Betrügereien, um Erschwindeln und Ergaunern von geistigem Eigentum, sprich Plagiaten beim Erstellen von Doktorarbeiten – just wie bei Genossin Familienministerin Franziska Giffey – geht. Ach – Moment einmal …

Dass Karl Lauterbach keinerlei Spaß versteht, kein Pardon gelten lässt, wenn es um das schlimmste unter den schlimmen Viren geht, das beweist der Corona-Warrior fast tagtäglich in thematisch hoch ausgewogenen und mit Koryphäen besetzten öffentlich-rechtlichen Diskussionszirkeln.

Ebenso erbarmungslos zeigt sich Lauterbach, wenn sich charakterlich mehr als fragwürdige Zeitgenossen schamlos das geistige Eigentum anderer aneignen, um dieses dann – zum Beispiel in Doktorarbeiten – als das Eigene zu verkaufen. Also so, wie es Lauterbachs Genossin Franziska Giffey getan hat. Da kennt Karl kein Pardon, was er im nachfolgenden Video mehr als deutlich macht:

Ah – Moment, kleiner Fehler: hier geht es Lauterbach ja gar nicht um die Betrügerei der Genossin Familienministerin. Er arbeitet sich am Plagiat von Karl-Theodor von Guttenberg ab. Wo aber bleibt dann die ebenso harsche Lauterbachsche Forderung nach einem Rücktritt Giffeys? Haben wir da was verpasst?

Der kürzlich verstorbene SPD-Politiker Thomas Oppermann hatte 2011 im Fall von Karl-Theodor zu Guttenberg folgende Einschätzung im Bundestag geäußert:

„Ich finde es unerträglich, dass die Bundeskanzlerin die Entscheidung getroffen hat, dass ein akademischer Hochstapler und Lügner weiter dem Kabinett angehören darf.“ Guttenbergs wissenschaftliches Arbeiten sei von dessen Arbeit als Minister nicht zu trennen. Denn Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit seien nicht teilbar. Der CSU-Politiker habe mit seinem „Schummeln und Mogeln“ außerdem einen gewaltigen Flurschaden für die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses angerichtet.“ Oppermann betonte damals, er rechne mit einem Rücktritt Guttenbergs. „Die Beweise sind erdrückend.“

Die Liste von Plagiatsvorwürfen wie schlussendlich festgestellten Plagiaten, begangen durch jene, die an der Politikfront die Bessermenschen geben, ist lang:

Zu den ersten Fällen, die die Plagiatsjäger von VroniPlag sich vornahmen, gehörte 2011 die Dissertation der damaligen FDP-Europa-Abgeordneten Silvana Koch-Mehrin. Die Prüfung durch die Universität endete ebenso mit dem Entzug des Doktortitels wie im Falle ihres hochnäsigen Parteifreunds Georgios Chatzimarkakis, der ebenfalls – mit unserem Geld finanziert – im EU-Parlament saß. Dem FDP-Bundestagsabgeordneten Bijan Djir-Sarai wurde ebenfalls aufgrund der VroniPlag-Recherchen der Titel aberkannt.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel verlor Anfang 2020 wegen Plagiatsvorwürfen seinen Doktortitel, der Parteikollege Matthias Pröfrock (CDU) verlor seinen bereits 2014. Merkels Busenfreundin und ehemalige Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) war 2013 als Minister zurückgetreten, als ihr der Doktortitel aberkannt worden war. Sie konnte ihren pragiierten Hintern von Juli 2014 bis Ende Juni 2018 als deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl platzieren. 2014 erhielt die titellose Ex- Bildungsministerin von der Universität Lübeck aber schnell noch die medizinische Ehrendoktorwürde verliehen.

Eng wurde es 2014 für Superwomen Ursula von der Leyen (CDU). Die Plagiatsdokumentation VroniPlag hatte auf 27 von 62 Seiten Plagiatstellen in von der Leyens Dissertation dokumentiert, was einem Anteil von 43,4 Prozent entspricht. Auf drei Seiten wies VroniPlag nach, dass von der Leyen 50 bis 75 Prozent fremdes geistiges Eigentum übernommen hatte. Auf fünf Seiten wurden mehr als 75 Prozent Plagiatstext aufgefunden.
Dennoch entschied der Senat der Medizinischen Hochschule Hannover, dass Ursula von der Leyen (CDU) ihren Doktortitel behalten darf.

Die hoch professionelle Am-Sessel-Kleberin Franziska Giffey – ach ja: ihr Ehemann Carsten betrog in 54 Fällen bei seinen Arbeitszeiten, erschlich sich zudem Reisekosten und verlor Anfang 2020 wegen der Schwere des Dienstvergehens seinen bombensicheren Job als Veterinär beim Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) – will jedoch so weitermachen wie bisher. Und dafür erhielt die Plagiatin auch noch lautes Lob von ihren Berliner Genossen:

(SB)