Rettungseinsätze wegen „Corona-Suizid“ steigen massiv an

Suizid (Bild: shutterstock.com/Von OHishiapply)

Unter dem internen Einsatzcode 25D03 musste die Berliner Feuerwehr im Corona-Jahr bis jetzt allein 294 Mal ausrücken. Dahinter verbirgt sich ein Einsatz unter dem Stichwort „Beinahe Strangulierung/ Erhängen, jetzt wach mit Atembeschwerden“. Die Suizidquote, ausgelöst durch eine von Politik und Medien geschürte Corona-Panik, steigt massiv an. Das ergab eine Anfrage des parteilosen Abgeordneten Marcel Luthe bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

„Die Suizidquote geht in diesen Zeiten nach oben, wie auch die Fälle von häuslicher Gewalt.“ Diese Feststellung trift Micha Quäker, aktiver Feuerwehrmann und Landesvorsitzender der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft, laut der Berliner Zeitung. Im Jahr 2020 waren es bis Oktober bereits 294 Einsätze. Im gesamten Jahr zuvor gab es gerade einmal sieben Einätze unter dem benannten Einsatzcode. An dieser Stelle wieder einmal sehr dienlich für Merkels Corona-Politik: Aufgrund des Datenschutzes sei jedoch aus den reinen Einsatzzahlen nicht ersichtlich, woher die extreme Steigerung der Zahlen zu den Stichworten „Beinahe Strangulierung/ Erhängen“ herrühre.

Ganz ähnliche Entwicklungen sind auch in den USA zu beobachten. „US-Wissenschaftler warnen, dass in den nächsten Jahren bis zu 75.000 Amerikaner zusätzlich entweder durch Alkohol- oder Drogenmissbrauch oder durch Suizid ums Leben kommen werden.“ Hier zögerte zum Beispiel die Tagesschau im Mai nicht, die Kollateralschäden der Corona-Politik unter dem US-amerikanischen Präsidenten Trump zuzuschreiben und ließ den Direktor des Robert Graham Center in Washington zu Wort kommen: Jobverlust und die damit verbundenen Existenzängste seien die Gründe, die am häufigsten zu Suizid führten. „Der zweite Faktor ist die tiefgreifende soziale Isolation. So etwas hatten wir in der Form noch nie. Weder hier in den USA noch sonst irgendwo. Wir wissen, dass soziale Isolation psychische Störungen hervorruft und damit Suizid und Drogenmissbrauch enorm begünstigt.“

Ganz ähnlich die Feststellung von Michael Tsokos, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Charité und der Universitätsmedizin Berlin, und seine Kollegen Claas T. Buschmann. Diese berichten bereits im Mai über acht Todesfälle innerhalb von zwei Monaten, „in denen die Corona-Pandemie als auslösend oder zumindest mitauslösend für die suizidale Tat gewertet wurde“. Hierbei habe man laut Tsokos eine „neue Art von Suizid-Motiv“ vorliegen, das man vorher so noch nicht kannte: Menschen wählen aus Angst vor dem Tod den Tod als Ausweg. „Das kenne ich bisher weder von HIV noch von Krebs- oder Influenzaerkrankungen, dass Menschen, die gar nicht an einer Erkrankung leiden, sich aus purer Angst davor suizidieren.

Das Tragische ist, dass diese Menschen, die wir untersucht haben, ja auch gar nicht an Covid-19 erkrankt waren“, so der Rechtsmediziner, zudem ärztlicher Leiter der Gewaltschutzambulanz der Charité sowie Autor mehrerer Fach- sowie populärwissenschaftlicher Bücher. Und auch Tsokos forderte: „Wir dürfen keine Panik machen, sondern wir müssen die Leute beruhigen. Das ist viel entscheidender, als in Talkshows immer wieder Horror-Szenarien zu entwerfen. Was mich wirklich ärgert ist, dass ständig gesagt wird, dass die Todeszahlen steigen, so der Mediziner, der bestätigt, dass diese selbstverständlich ansteigen, da alles kumulativ gezählt werde. „Schon ein Toter mehr ist ein Anstieg. Das sagt aber nichts über den prozentualen Anstieg und ist für viele nicht transparent. Dann bekommen die Menschen Angst“. Das sei keine moderate Kommunikation, die Politiker und Virologen so führen sollten, so der Mediziner.

Der parteilose Abgeordnete Marcel Luthe, der die aktuelle Anfrage zu den Zahlen gestellt hatte, sagte laut der Berliner Zeitung zu den neuen Zahlen der Senatsinnenverwaltung: „Jeder einzelne dieser Fälle ist das Ergebnis einer tiefen Verzweiflung. Woher diese rührt und weshalb es einen derart immensen Anstieg gibt, muss der Senat aufklären und die Ursachen, die in vielen Fällen Menschenleben kosten können, sofort abstellen.“ (SB)