Böllerverbot zu Silvester: Dank Corona sind Grüne und SPD endlich am Ziel

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Der Staat ist in Verbotslaune – und wenn er sich schon gönnerhaft dazu herablässt, seinen Bürgern zu Weihnachten „etwas mehr Freiheiten zu geben“, wie Merkel letzte Woche in verräterischem Duktus kundtat, dann will er natürlich zu Silvester gleich wieder umso härter durchgreifen: Immer mehr staatshörige, autoritäre Bevormunder und linksgrüne Freiheitsfeinde treten lautstark für ein Böllerverbot ein. Corona ist hier nur der fadenscheinige Vorwand. Einmal mehr zeigt sich: die Pandemie kommt vor allem den Grünen und der SPD wie gerufen.

Bereits vorletztes Wochenende waren die Berliner Grünen mit ihrer Forderung nach einem landesweiten Totalverbot von Böllern vorgaloppiert. Nachdem jahrelang Hunger in der Dritten Welt, Lärmbelästigung, Tierschutz und zuletzt „Feinstaubbelastung“ als Argumente für ein striktes Feuerwerksverbot herhalten mussten, ist es in diesem Jahr natürlich Corona – mit der um drei Ecken gedachten Begründung, weil an Silvester durch leichtfertige Handhabung Unfälle auftreten und diese die Notaufnahmen zusätzlich belasten, würde dies letztlich den Klinikbetrieb von der Versorgung schwerkranker Covid-Patienten abhalten und medizinische Kapazitäten binden.

Es sind genau Äußerungen wie diese, die bei der Bevölkerung Verunsicherung stiften und den aberwitzigen Fehleindruck erwecken, in deutschen Kliniken gehe es nur noch um Corona – und jeder sonstige Not- oder Behandlungsfall sei eine störende Zusatzbelastung. Die Folge dieses Wahnsinns konnten wir schon im ersten Lockdown „bestaunen“, als sich nicht einmal mehr Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten in die Notaufnahmen trauten – mit dem Ergebnis, dass diese Fälle signifikant – regional um mehr als zwei Drittel – zurückgingen, was wiederum zu einer riesigen Dunkelziffer unbehandelt gebliebener schwerster Akutfälle mit einer unbekannter Zahl vermeidbarer Todesopfer führte. Wer den Leuten jetzt weismachen will, die Kliniken seien so am Limit, dass sie nicht einmal den Regelbetrieb an Silvester mehr bewältigen, betreibt verantwortungsloseste Panikmache. Doch den rot-grünen staatsgeilen Verbotsjüngern ist nichts mehr heilig, wenn es darum geht, ihre lebens- und freiheitsverachtenden Ideologien durchzupeitschen.

„Quartals-Irrer“ Lauterbach fast am Ziel seiner Träume

Desungeachtet wollen die SPD-geführten Bundesländer übermorgen dennoch mit der Forderung in die Ministerpräsidentenkonferenz gehen, das Zünden, den Kauf und den Verkauf von Böllern und Raketen über den Jahreswechsel in Deutschland generell zu verbieten; neben Scheinargument der „Entlastung von Einsatzkräften und Notaufnahmen“ sollen so auch „Gruppenbildungen vermieden“ werden. Noch sträuben sich aktuell die Unions-geführten Länder zwar hiergegen und lehnen ein generelles Feuerwerksverbot ab – doch es kann davon ausgegangen werden, dass mit entsprechender Nachhilfe der Corona-Agitationsmedien auch sie von ihrer Position abrücken, die lediglich einen „Verzichts-Appell“ sowie ein Verbot von Feuerwerk auf einzelnen belebten Plätzen vorsieht.

Vor allem SPD-„Gesundheitsexperte“ Karl Lauterbach trommelt wieder wie irre dafür, dass die Ministerpräsidenten und die Bundesregierung am Mittwoch sein Leib- und Magenprojekt „Böllerverbot für den Jahreswechsel“ verabschieden: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass am Mittwoch ein Böllerverbot beschlossen wird“, so der Verbots-Freak gegenüber der „Rheinischen Post„. Denn: „Appelle reichen nicht aus„, und kein Ministerpräsident könne „ernsthaft dieses Risiko eingehen“ wollen. „Wo Feuerwerk erlaubt ist, kommen Menschen zusammen, trinken und umarmen sich. Es ist der perfekte Corona-Cocktail„, sagte Lauterbach. Und natürlich sind die Menschen, logisch, zu doof um einen Knallfrosch anzuzünden – deshalb muss der Nannystaat alles verbieten. Ein Soziopath wie Lauterbach, dem einfach JEDER Anlass für Verbote gelegen kommt, scheint sich vor allem daran zu stören: Dass Menschen das Bedürfnis nach Gemeinschaft und Sozialleben haben. Für einen wie ihn sind dann sogar China-Kracher und Raketen „kriegsentscheidend“ gegen das Virus – bzw. der Verzicht darauf.

Einzelhandel läuft Sturm

Überhaupt niemand aus den Reihen der krisenfest aus Steuermitteln luxus-apanagierten Berufspolitiker scheint auch nur noch einen Gedanken an den bereits in schiere Existenznot getriebenen Handel zu verschwenden, an die Hersteller von Pyrotechnik und daran, welche wirtschaftlichen Auswirkungen auch dieses zusätzliche Verbot hätte, wenn es denn kommt. Zumal viele Deutsche sich das Ballern sowieso nicht verbieten lassen – und dann auf Schwarzmarktware zurückgreifen könnten. So warnt der deutsche Einzelhandel: „Ein Verbot könnte am Ende dazu führen, dass die Verbraucher häufiger zu illegalen Feuerwerkskörpern greifen, was häufiger zu Unfällen führt„. Hingegen gewährleistet der Absatz im Einzelhandel eine hohe Produktsicherheit.

Aus Sicht des Verbandes gibt es auch in Corona-Zeiten keinen Grund, Feuerwerk zu diesem Jahreswechsel grundsätzlich zu verbieten: „Von einer Mehrbelastung der Krankenhäuser kann bei fachgerechtem Gebrauch und dem Kauf von offiziell geprüften Feuerwerkskörpern mit Registriernummer und CE-Zeichen nicht ausgegangen werden“, so Einzelhandelsverbandschef Stefan Genth weiter laut „dts Nachrichtenagentur“. Die wirtschaftlichen Folgen eines Verbots wären enorm – obwohl sie bei dem durch die Corona-Politik angerichteten ökonomischen Desaster kaum mehr ins Gewicht fallen dürften: Im vergangenen Jahr haben die Deutschen offiziell 122 Millionen Euro für Böller und Raketen an Silvester ausgegeben.

Das juckt SPD und Grüne freilich nicht: Sie wollen den Bürgern partout nicht die geringste Entspannung und Freude erlauben. Weder die Ausgelassenheit über dieses verkorkste 2020 noch irgendeine Form von Vorfreude auf ein hoffentlich erlösendes 2021 darf gezeigt – geschweige denn in den Himmel geschossen – werden. Die Politik ist mit ihren Verboten und einer zunehmend diktatorischen Regelungswillkür auf den Geschmack gekommen – und sie wird von alleine davon nicht so bald wieder ablassen. Nicht, solange die Deutschen sich all dies gefallen lassen. (DM)