Einfach nur noch krank: Grüne Verkehrssenatorin – Charité-Pflegekräfte sollen radfahren, oder sich anstecken

Unfall Fahrradfahrer (Bild: shutterstock.com/Von Kzenon)

Im Shithole Berlin versteht sich der Senat darauf, die eigenen Bürger krank zu machen und vermeidbaren Gesundheitsgefahren auszusetzen – ob es nun Fussgänger sind, die von Rad-Rasern auf „Schnellwegen“ über den Haufen gefahren werden, ob im Stich gelassene Anwohner von Drogen-Hotspots, oder Grundrechts-Demonstranten, die bei eisigen Temperaturen von Wasserwerfen „beregnet“ werden. Und jetzt will die grüne Verkehrssenatorin auch noch, dass sich Krankenhausangestellte auf dem Weg zur Arbeit entweder anstecken – oder im Winter mit dem Fahrrad kommen.

Der Personalrat der Berliner Charité beschwerte sich jetzt im Namen seiner Pflegekräfte bei der zuständigen Senatorin Regine Günther – und ließ auch Landespolitiker der Opposition per Rundbrief an seinem Ärger teilhaben: Wie der „Tagesspiegel“ (TS) schreibt, finden die Pflegebediensteten rund um den Charité-Bettenturm zum einen praktisch keine Parkplätze, zum anderen müssen sie auch in der Coronakrise den vollen Preis dafür zahle. Charité-Personalratschef Jörg Pawlowski weist jedoch darauf hin, dass sogar die Bundeskanzlerin aus Gründen des Infektionsschutzes davon abrate, den ÖPNV zu benutzen.

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Zynisch reagierte die Grüne Günther auf den Vorstoß: Busse und Bahnen bezeichnet sie als „sicher“ – und empfiehlt ansonsten das Umsteigen auf den Drahtesel: Es ergäbe sich „insgesamt keine zwingende Notwendigkeit, für Wege ausschließlich einen eigenen PKW zu nutzen.“ Vor allem im Winter und für Pflegemitarbeiter mit weiterer Anreise ein ermutigender und äußerst praktikabler Ratschlag. Statt – wie stets von der Politik gefordert – jene zu würdigen und ernstzunehmen, die in der Pandemie an vorderster Front kämpfen und unter anderem auch die schweren hospitalisierten Verlaufsfälle betreuen, verweist Günther also auf überfüllte Busse und S-Bahnen; da kommt Freude auf.

Parkraumbewirtschaftung um jeden Preis

Und wer dennoch nicht aufs Auto verzichten wolle, für den sei eine „Ausnahmegenehmigung“  möglich, die – so der TS – „in einer vergünstigten Park-Vignette für die Arbeitszeit“ bestehe; allerdings ist unklar, ob die Charité für deren Kosten aufkomme. Aus der Logik Günthers ist der Fall klar: Ihr erklärtes Ziel ist die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung, koste es, was es wolle. Da diese auf den Stellplätzen rund um den Charité-Campus mit zwei Euro pro Stunde und Auto zu Buche schlägt, kommt bei einer durchschnittlichen Klinikschicht von bis zu zehn Stunden einiges zusammen.

Doch wer – wie Günther – als Berliner Senatorin selbst Dienstfahrzeuge nutzen kann und über ein steuerfinanziertes Luxussalär verfügt, den jucken solche Probleme des Pöbels natürlich wenig… (DM)