Ist „BILD“-Schleimschreiber“ Wagner einmal zu viel geimpft worden?

Vor zehn Jahren: Matthias Mattusek und F.J. Wagner bei einer Buchlesung aus Wagners "Brief an Deutschland" in der Berliner "Paris Bar" - Foto: Imago

Wenn es irgendjemanden gibt, der sich aus einem Schleimbatzen einen Stift drehen kann, um damit zu schreiben, dann ist es Franz Josef Wagner von der „BILD“. Seine Kolumne „Post von Wagner“ gibt es gefühlt seit Christi Geburt. Und der Mann wird immer noch besser. Vorläufiger Gipfelpunkt der virtuosen Schleimschreiberei ist seine Kolumne vom 23.11.2020. Wagner sinkt vor den Impfstoff-Erfindern auf die Knie. Muß man gelesen haben. Die Medienkritik in Form eines Antwortbriefes.

von Max Erdinger

Die Post von Wagner liegt der Öffentlichkeit geöffnet hier vor. Gerichtet ist sie an die Impfforscher. Franz Josef Wagner schrieb:

Ihr habt Weltgeschichte geschrieben. Ihr seid so groß wie der Mensch, der das Rad erfunden hat, die Glühbirne, das Telefonieren …

Wir waren alle am Ende. Unsere Hoffnung war eine Handvoll Luft, immer mehr Infizierte, Tote.

Während wir immer mehr hoffnungslos wurden, habt ihr weitergeforscht. Ihr wart wie Bergsteiger oder Taucher in der Tiefsee. Ihr forschtet nach der millionenmillionsten kleinsten tödlichsten Waffe, die jemals einen Menschen angriff.

Es war ein Kampf um Leben, Tod und Zeit. Es gab den ersten Lockdown, den zweiten. Wir hatten schon alle keine Hoffnung mehr. Was für ein befreiender Tag. Die Forscher haben einen Impfstoff.

Lasst uns jubeln, lasst uns feiern. Unsere Forscher haben den Mount Everest bestiegen, sie haben das Rad erfunden, sie haben das Virus besiegt. Wie schön, dass der Mensch klüger ist als das Virus.

Herzlichst
Ihr
F. J. Wagner

Der Antwortbrief von jouwatch an Franz Josef Wagner liegt unterhalb dieser Zeile der Öffentlichkeit vor.

Lieber Franz Josef Wagner,

Sie haben uns ins Krankenhaus geschrieben. Mit den Augen sind wir auf der von Ihnen hinterlassenen Schleimspur ausgerutscht und haben uns den Blickwinkel gebrochen. Sie sind so glitschig wie der Auswurf des Welthustens, der Sulzschnee im frühlingshaften Hochgebirge, der zappelnde Fisch, der uns aus der Hand flutscht …

Jetzt sind wir am Ende. Unsere Hoffnung hat sich in Luft aufgelöst. Sie haben doch wieder geschrieben. Immer mehr Indoktrinierte, Hirntote …

Während wir noch hofften, haben Sie weitergeschrieben. Sie waren wie eine enzündete Talgdrüse unter der Haut. Sie suchten nach der millionenmillionsten schleimigsten tödlichsten Schrift, die jemals ein Menschenhirn vergiftete.

Es war eine Suche nach Schwachsinn von tödlicher Zeitlosigkeit. Es gab in der Vergangenheit viel Post von Ihnen. Wir hatten alle schon Hoffnung geschöpft, keine mehr zu bekommen. Was für ein niederschmetternder Tag. Jetzt haben wir doch wieder ein Briefchen von Ihnen erhalten.

Lasst uns kreischen, lasst uns schluchzen, doch niemals verzweifeln. Forsch haben wir unser Allterrain-Vehikel bestiegen, um selbst auf Ihrer sämigen Buchstabensuppe noch vorwärts zu kommen. Sie besiegen unser Gehirn nicht. Wie schön, daß der Mensch mit Allradantrieb klüger ist als der glitschige Schleim.

Herzlichst
Ihr
Max Erdinger