Unaushaltbar: Kathi, die grüne Stimmungskanone

Foto: Imago

Um Katharina Schulze, die Vorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, in wenigen Worten zutreffend zu beschreiben, müßte man eine Klage riskieren. Allerweil beglückt sie die Internet-Gemeinde mit der Behauptung, sie sei stolz darauf, eine Quotenfrau zu sein, weil das beweise, daß frau es aus eigener Leistung geschafft habe. Ein Kommentar.

von Max Erdinger

Tweet von Katharina Schulze:

Nachweis von Schulzigkeit – Foto: Screenshot Twitter

Vergessen Sie einfach alle despektierlichen Bezeichnungen, die ihnen spontan für die Verfasserin eines solchen Tweets einfallen könnten. Reden Sie lieber von einer zivilgesellschaftlichen Mitbürger*in  mit einem „sozialethisch fragwürdigen Charakter“. „Sozialethisch fragwürdiger Charakter“ klingt wenigstens so, als habe man sich Mühe gegeben, objektiv zu bleiben. Ist ja auch nicht verkehrt. Man hätte sich wirklich Mühe gegeben.

Komplett anders

Frau Katharina Schulze (33) – zwanghafte Frohnatur wie es scheint – muß wohl der Ansicht sein, es sei wichtig, daß die Welt weiß, wie ihr die Dinge vorkommen. Erwachsenen ist das freilich ziemlich egal. Die interessieren sich dafür, wie die Dinge sind. Hin und wieder verzweifeln sie daran, daß es partout nicht herauszubekommen ist. Sehr viel einfacher, als immer zu wissen, wie die Dinge sind, ist es jedoch allemal, zu erkennen, wie sie auf jeden Fall nicht sind. Das macht die Ungewißheiten des Lebens etwas erträglicher.

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Definitiv ist es nicht so, daß eine Frauenquote auf die „eigene Leistung“ von „Powerfrau“ verweist, sondern auf ihr Geschlecht. Geschlecht ist keine Leistung. Es prädestiniert lediglich dazu, gewisse Leistungen zu vollbringen, die dem jeweils anderen Geschlecht nicht so leicht fallen. „Wir“ alle hätten es leichter, wenn sich Frauen wie Katharina Schulze darauf besinnen würden, welche Leistungserbringung ihnen liegt und welche nicht. Die bayerische Grünenchefin vertut sich da leider ständig.

Ernsthaft gefragt

Was darf man an objektiv richtigen Entscheidungen von jemandem erwarten, der einem dauernd mitteilt, wie er die Dinge sieht, und der dabei exhibitionistisch seine Sehstörung ausstellt? – Nichts, außer ständigen Ärger wegen der Konsequenzen aus seinen Entscheidungen. Im Grunde muß man ja auch unterstellen, daß er die Dinge gar nicht so sieht, wie er behauptet, und daß sein Interesse darin liegen könnte, den Adressaten seiner Rede lediglich glauben zu machen, er sähe sie so, wie behauptet, damit der einen wiederum für sympathisch hält. Das wäre ein Kalkül, das für sich genommen einen gewissen Realitätssinn offenbart. Nach einem halben Jahrhundert kulturmarxistischer Revolution kann man sich in Deutschland darauf verlassen, daß es jede Menge Leute gibt, die ihren eigenen Sympathien für jemanden eine derartige Bedeutung zumessen, daß sie einen Idioten nicht mehr identifizieren können, wenn er nur ausreichend sympathisch „rüberkommt“. White Gefühl matters.

Wenn man nun unterstellt, daß die Masse im Zuge dieser zum Selbstläufer gewordenen „friedlichen Revolution“ völlig verblödet ist – wofür es nicht erst seit „Corona“, sondern bereits seit „Weltklima“ jede Menge Indizien gibt – , dann muß man Katharina Schulze, bezogen auf ihr eigenes Fortkommen, einen ausgesprochenen Realitätssinn bescheinigen. Dann ist tatsächlich für das weitere Fortkommen der Frau Katharina Schulze in der Politik nicht mehr wichtig, was sie sagt und tut, sondern nur noch, wie sie den Zuschauern bei ihrer Gute-Laune-Show vorkommt.

Um mit Ayn Rand eine ausgesprochen kluge Frau zu zitieren: Man kann die Realität ignorieren. Nicht ignorieren kann man die Konsequenzen, die das hat.

Im Fall der bayerischen Grünenchefin heißt das: Wer sie heute ins Herz geschlossen hat und mit ihr lacht, wird später alleine weinen, während die lustige Kathi weiterlacht. Und zwar sich ins eigene Fäustchen.