Corona-Söder im Vollrausch: Alkoholverbot in menschenleeren Innenstädten

Bayerns Möchtegern-„Kini“ Markus Söder, dem die vorgestrigen neuen Corona-Beschlüsse natürlich wieder einmal nicht weit genug gingen, kanalisiert seinen Frust darüber durch neue Zusatzverbote innerhalb seines eigenen Machtbereichs: Zu diesen gehören neuerdings völlig sinnfreie, aber symbolisch aufgeladene Willkürregelen wie Alkoholverbote in Innenstädten – also dort, wo sich außer regelresistenten migrantischen „Jugendgruppen“, obdachlosen Outlaws und einzelnen verirrten, maskierten Restpassanten sowieso niemand mehr aufhält.

Söders Manie, Menschen dort zu vereinzeln, wo sie sich noch versammeln, und die letzten Relikte eines intakten Soziallebens zu vernichten, trägt mittlerweile wahnhafte Züge – deshalb setzt er auf Verbote, die allenfalls für die relevant sein könnten, die an ihrem Verhalten allerdings mit oder ohne staatlicher Erlaubnis nichts ändern werden. So wie sich schon jetzt Parallelgesellschaften, Großfamilien und Vertreter der Party- und Eventszene vorsätzlich nicht an Corona-Auflagen halten, ohne dass der Staat dagegen konsequent vorgeht – während er bei Deutschen generalpräventiv umso härter durchgreift! -, so werden sie sich auch über Söders totalitäre Bonus-Gängelungen schlapplachen.

Dass der bayerische Ministerpräsident, wie „Bild“ schreibt, „feucht-fröhlichen Feiern einen Riegel“ vorschieben will, ist an Realitätsferne nicht mehr zu überbieten: Wer in diesen Zeiten feiert und zu Partys zusammenkommt, tut dies im abgedunkelten Privathaushalt – inklusive Alkohol. Die Prohibition der 1930er mit ihren Speak-Easys lässt grüßen! Aber Hauptsache, der brave teutsch-bajuwarische weißblaue Spießer kriegt sein sicheres und gutes Gefühl, vom Corona-Staat umfassend geschützt zu werden, wenn er weiß, dass Städte ab sofort bei einem „7-Tages-Inzidenzwert von mehr als 200“ ein ganztägiges Alkoholverbot in der Innenstadt verhängen müssen.

Die Suffbremse ist übrigens nicht alles: Auch müssen nach Söders Willen ab sofort „Musik- und Fahrschulen sowie Märkte und Wochenmärkte“ schließen. Nur noch der Lebensmittelverkauf soll erlaubt sein – und das ausgerechnet in der Zeit, da normalerweise volle Innenstädte und Weihnachtsmärkte den Alltag dominieren. Das schwachsinnige Alternativprogramm, mit dem das vorsätzlich eingeleitete Sterben aller Traditionen aufgehalten werden soll, sieht dann im Beispiel München so aus – und das ist dann vermutlich auch die Zukunft, wie sie sich Markus Söder ausmalt:

(Screenshot:Twitter)

Die begründende Logik hinter alledem ist für Söder (dessen Geisteszustand er gestern mit seinem bizarren Vergleich selbst offenlegte, Corona fordere in Deutschland jeden Tag soviel Menschenleben wie ein Flugzeugabsturz) die des bewährten Daueralarmismus: Die Maßnahmen seien seien notwendig, weil es „keine Entwarnung in Sachen Corona“ geben könne. Vielleicht dringt ja auch zu Söder irgendwann noch einmal die Erkenntnis durch, dass Menschen auch ohne Corona immer schon gestorben sind und weiterhin sterben – rund 2.600 jeden Tag in Deutschland, ohne dass deswegen jemals das ganze Land lahmgelegt wurde. Eine „Entwarnung“, wie sie sich Söder vorstellt, kann es bis zur Erfindung der Unsterblichkeit nicht geben. (DM)